Marktrat Waidhaus
Wertvoller Lebensraum

Vermischtes
Waidhaus
08.09.2016
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Die Grünflächen der neuen Anlage am westlichen Ortseingang von Waidhaus sollen neu gestaltet werden. Der Marktrat wünscht sich einen parkähnlichen Charakter mit blühenden Bereichen und besonderen Pflanzen.

In drei Bereichen sollen im kommenden Jahr Stauden und Sträucher, uralte Wiesenblumen sowie Bodendecker für Abwechslung und Hingucker sorgen. "Die künftige Bepflanzung dieses Areals ist für die Marktgemeinde ein wichtiger Punkt", betont Bürgermeisterin Margit Kirzinger.

Mit Landschaftsarchitektin Claudia Saller vom Landratsamt fand der Marktrat mit Architekt Rudolf Meißner aus Waldthurn die gewünschte Unterstützung. Nun steht das Konzept der künftigen Optik mitsamt den dafür notwendigen Blumen und Bäumen. Sobald die Pflanzzeit im Herbst anbricht, erhält die Anlage ihren krönenden Abschluss. Zwei Ziele sollen verfolgt werden: zum einen als wertvoller Lebensraum für Mensch und Tier, zum anderen die Anregung für einen verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit Natur und Grün.

Mix aufgegeben


Für das Areal ergab sich wegen der Einbettung zwischen die Hauptverkehrsachsen, einer Bebauung und großen Bäumen eine vielschichtige Gliederung. Zugunsten von hochwertigen und standortgerechten Arten wurde der gesamte bisherige Mix aus Koniferen und Wildwuchs aufgegeben. In diesem Zusammenhang ging ein besonderer Dank der Rathauschefin an Rigobert Hösl, der in seinem angrenzenden Grundstück durch eigene Rodungsarbeiten weitere Unterstützung zur Ermöglichung des neuen Grünkonzepts leistete.

Sonnige Standorte


Für die überwiegend sonnigen Standorte entschied sich die Gemeinde für auflockernde Geländemodellierungen. Als bodendeckende Stauden sollen hier künftig Wildastern der Sorte "Asran" wachsen. Blühende Sommerwiesen, wie es sie früher häufig gab, sind ein weiterer Schwerpunkt. Waidhaus schielt hier mit einem Auge auf die Erfolge in Vohenstrauß. Alle Hoffnungen ruhen nun auf der Wildblumenansaat mit dem klangvollen Namen "Veitshöchheimer Sommertöne".

Zum dritten Bereich gehören überwiegend schattigen Lagen. Auch hier sind bodendeckende Stauden als charakterliches Element bestimmend. Erreicht werden soll dies durch die Sorte "Teppich-Japan-Segge" von vier Stück pro Quadratmeter. Durch vier kugelkronige Manna-Eschen, auch bekannt unter dem Namen Blumeneschen, und einer kleinkronigen Winterlinde räumen die Verantwortlichen auch größeren Bäumen einen Platz ein. Ein Mix aus Hain- und Weißbuchen-Hecken in einer Höhe von rund einem Meter runden die Maßnahme ab. Dadurch soll auch der größer als geplant ausgefallene Stromverteilerkasten bald nicht mehr sichtbar sein.

Zuschuss vom Freistaat


Das Projekt wird im Städtebauförderprogramm "Stadtumbau West" mit Mitteln des Bundes und des Freistaats gefördert. Die Koordination der Arbeiten liegt neben dem Architekturbüro auch in Händen des Ingenieurbüros Bamler in Vohenstrauß. Als ausführende Firma erhielt die Hoch- und Tiefbau-GmbH Michael Baumer aus Oberviechtach den Zuschlag. Bis Ende des Jahres rechnet die Kommune mit der Fertigstellung.
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