Markus Mathy und Florian Eckl fit an der Orgel
Jugendliche ziehen alle Register

Mächtig stolz ist Musiklehrer Hans-Josef Völkl aus Burgtreswitz auf seine beiden jüngsten Orgelschüler Florian Eckl (links) und Markus Mathy (rechts). Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
26.07.2016
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Waidhaus/Waldau. Zwei neue Orgelspieler nähren die Hoffnung auf besonderen musikalischen Nachwuchs im Dekanat Leuchtenberg. Einer der beiden Jugendlichen ist Markus Mathy aus dem Waidhauser Ortsteil Bergschlößl/Bühl. Seit Monaten nutzt er jede freie Minute, um die große Kirchenorgel immer besser in den Griff zu bekommen.

Musiklehrer Hans-Josef Völkl aus Burgtreswitz bescheinigt ihm "ein großes Talent, gepaart mit enormer Leidenschaft". Und so spielt der erst 14-jährige die aufwendigsten Präludien, intoniert Fantasien bekannter Komponisten oder zaubert aus einfachen Kirchengesängen klangvolle Variationen. In diesen Tagen gelang ihm zusätzlich mit dem 16-jährigen Florian Eckl aus Waldau auf Anhieb die Aufnahmeprüfung zum D-Kurs der Diözese Regensburg.

Zugute kam beiden Künstlern ihre jahrelange und mit enormen Elan gespickte Ausbildung. Bereits in jungen Jahren steht das Duo vor einer hoffnungsvollen Zukunft, zumal die Qualifizierung unmittelbar in den C-Kurs mündet, an dessen erfolgreichen Abschluss die Auszeichnung zum geprüften Kirchenmusiker steht.

Intensive Vorbereitung


Eckl kam als begeisterter Deutsch-Rock-Fan zur Musik und lernt seit acht Jahren Klavier und Orgel bei den Regensburger Domspatzen. Mathy, der auch bereits seit acht Jahren Klavier bei Musiklehrerin Martina Kick-Wittmann im Waidhauser Musikverein lernt, entdeckte im Oktober vergangenen Jahres seine Liebe zur Kirchenorgel.

Vor sechs Wochen entschloss sich der Neustädter Gymnasiast, die Aufnahmeprüfung des Bistums mit dem bereits angemeldeten Eckl noch mitzumachen. Auf schulischer Seite beendet er heuer die 8. Klasse, natürlich im musischen Zweig. Die mehr als intensive Vorbereitung an der neu überarbeiteten Orgel in der Waidhauser Emmeramskirche qualifizierte ihn zur Bestform. Das Bach-Präludium in G-Dur und die 13. Intention vom selben Komponisten meisterte er im praktischen Teil traumhaft.

Ebenfalls ein Bach-Präludium, allerdings in C-Dur, und dazu eine Sonate in G-Dur von Beethoven waren die Aufgaben für Eckl. Mehr als stolz, dass seine beiden Zöglinge "die Anforderungen voll und ganz erfüllten, die Prüfung tadellos geschafft und damit ein völlig neues Ziel vor Augen haben", ist Orgellehrer Völkl. Während Eckl nicht nur in seinem Heimatort Waldau schon tüchtig im Einsatz ist, und darüber hinaus in Leuchtenberg. Tännesberg und Vohenstrauß gebraucht wird, wissen die Kirchgänger in Etzgersrieth das Spiel von Mathy längst zu schätzen.

Großer Lerneifer


Am meisten freut Völkl jedoch noch ein anderes Phänomen: "Von den beiden musst du keinen zur Orgel hintragen, sondern die rennen sich förmlich die Haken ab, um auf der Orgelbank sitzen und spielen zu können."
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