Neue Ultrafiltrationsanlage in der „Bäckeröd“ wälzt 250 000 Liter pro Stunde um
Wasserqualität noch besser

Matthias Kempe, Dr. Alfred Scheidler, Harald Heise, Bürgermeisterin Margit Kirzinger und Anlagenwart Albrecht Müller (von links) überzeugten sich von der Wirkungsweise der neuen Ultrafiltrationsanlage. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
09.06.2016
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Für den Saisonstart in der Freizeitanlage "Bäckeröd" gab es eine umfangreichen Sanierungsmaßnahme. Knapp eine Viertelmillion Euro ließ sich die Marktgemeinde eine weitere Aufwertung kosten. Die alte Sandfilteranlage für das Freibecken mit seiner Wasserfläche von 3000 Kubikmetern lieferte über fast 25 Jahre ordnungsgemäße Werte. Um auch die Anforderungen der verschärften Hygiene-Richtlinien zu erfüllen, hatten die Markträte den Einbau einer modernen Ultrafiltrationsanlage beschlossen.

Wie bei der Homogenisierung von Milch wird dabei das Badewasser durch Membrane gepumpt, die sogar Bakterien und Viren herausfiltern sollen. Stündlich werden dem Becken 250 000 Liter Wasser entnommen, gereinigt und zurückgeführt. Der Kinderbereich wird weiterhin mit warmem Wasser versorgt. Die in der Vergangenheit bereits erneuerten Einrichtungen für die Chlorzugabe mit pH-Wert-Korrektur ließen sich in die Maßnahme integrieren. Die erneute Sanierung gewährleistet weiterhin einwandfreie Wasserqualität. Den Zuschlag zur Erneuerung der Filteranlage für die Reinigung des Beckenwassers in den beheizten Wasserflächen erhielt die Firma Kempe aus Markkleeberg für rund 225 000 Euro.

Mit Ergebnis zufrieden


An der Abnahme nahmen Bürgermeisterin Margit Kirzinger, Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl, Abteilungsleiter Dr. Alfred Scheidler vom Landratsamt Neustadt, Diplom-Ingenieur Harald Heise vom planenden Ingenieurbüro Schinkinger-Heise aus Mühldorf am Inn sowie Diplom-Ingenieur Matthias Kempe von der ausführenden Firma teil. Über das Ergebnis waren alle Beteiligten mehr als zufrieden.

Bei der Einweihung der Freizeitanlage im Juni 1991 benutzte Bürgermeister Gustl Reichenberger als Erster die 62 Meter lange Wasserrutsche und eröffnete damit die Premieren-Saison. Während der rund zweijährigen Bauphase wurden immer wieder Änderungen beschlossen, so dass die zur Förderung vorgestellte Planung nach und nach überholt war. Auf dem Kies wurde eine Folie und eine Betonschicht aufgebracht, eine Heizung musste her, eine Wasserrutsche ebenfalls. Eine Wasseraufbereitungsanlage durfte dann auch nicht mehr fehlen. Nachdem der Förderantrag dadurch nicht mehr mit dem tatsächlichen Ergebnis übereinstimmte, musste der damalige Geschäftsleiter Josef Forster nach Regensburg zur Regierung fahren, den Verwendungsnachweis abgeben und um Fördermittel bitten. Die Zuschüsse kamen dann doch noch.

Für die aktuelle Sanierung musste die Marktgemeinde auf einen Zuschussantrag verzichten, da keine staatliche Stelle eine Förderung in Aussicht stellte. Spaß und Erholung bietet die Freizeitanlage mit ihrem Erlebnisbad trotzdem genug. Das großzügige Gelände mit vielen Attraktionen bietet Angebote für jeden Geschmack und jedes Alter.
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