Ökologische Tour rund um Frankenreuth mit Diplom-Biologin Mathilde Müllner
Lebensraum für Tiere und Pflanzen

In stetem Kontakt mit den Teilnehmern wies Diplom-Biologin Mathilde Müllner (Mitte) auf Interessantes, Besonderes, Historisches oder Bemerkenswertes in der idyllischen Landschaft um den Waidhauser Ortsteil Frankenreuth hin. Bild: fjlo
Vermischtes
Waidhaus
20.06.2016
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Frankenreuth. Den Spuren menschlicher Besiedlung folgte eine naturkundliche Exkursion unter dem Motto "Landschaft erleben und wahr nehmen". Im Mittelpunkt des außergewöhnlichen Spaziergangs standen verschiedene Kulturlandschaftselemente um Frankenreuth mit den Ortsteilen Birklohe und Pfälzer Hof. Diplom-Biologin Mathilde Müllner faszinierte die Teilnehmer mit Details, die selbst Einheimischen unbekannt waren. Vorbei an markanten Einzelbäumen oder unscheinbaren Rainen diente die Tour dem Verständnis der ökologischen Lebensraumfunktion für Tiere und Pflanzen. Treffpunkt war am Zollhaus Pfälzer Hof, und die über drei Stunden währende Wissensvermittlung startete mit einem starken Regenguss. Linear mit Straßen und Wegen verlaufende Baumreihen oder Granitsäulen schufen eine erste Eselsbrücke, um ein Gespür für das Thema zu erhalten. Anhand der verschieden gestalteten Gartenzäune um die Gehöfte mitsamt deren Herstellungsvarianten vertiefte die Expertin den Inhalt.

Am alten Schloss und mit Blick auf den Waidhauser Kirchturm im Hintergrund kamen die angebrachten Putzbänder zur Sprache. Die Unterschiede zwischen den Baumarten Spitz- und Bergahorn wurden konkret gezeigt und genannt. Zur Nutzung von Eschen gehörte eine Verarbeitung zu hölzernen Werkzeugstielen oder das Verfüttern der Blätter an Kühe. In alten Mauern zeigte sich überdies Leben durch Tiere und Pflanzen in Form von Ritter- oder Feuerwanzen. Mehrere Schauexemplare ermöglichten Einblicke in die Gedankenwelt bei Anlage eines Gehöfts inklusive der Bepflanzung ringsherum. Erhard Schwarzmeier steuerte Wissen bei, während Pfarrer Georg Hartl eine großformatige historische Landkarte mitgebracht hatte. Aufmerksam vernahmen die Zuhörer Müllners Informationen zur geologischen Situation Frankenreuths. So bestünden hier Fließerden, die durch einen regen Wechsel in Erscheinung träten. Feuchte und trockene Böden grenzten willkürlich aneinander. Diese geologische Situation sei als eine Art Spiegel in der historisch gewachsenen Besiedlung der gesamten Landschaft noch zu sehen.
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