Patrozinium und Emmeramsmarkt
In aller Ruhe flanieren

Beim Emmeramsmarkt am Sonntag freuten sich Besucher und Organisatoren über beste Voraussetzungen. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
26.09.2016
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Patrozinium und Emmeramsmarkt: Pfarrei und Gemeinde Waidhaus hatten ihre Veranstaltungen zum ersten Mal unter einen Hut gebracht. Bestes Herbstwetter war Grundlage für ein gelungenes Programm.

Weg vom Verkehr und Lärm der Durchfahrtsstraße stand die Ortsmitte zwischen Pfarrkirche und Rathaus im Mittelpunkt. Die Fülle an Fahnen setzte schon beim Kirchenzug ein deutliches Zeichen für die sich anbahnende Besucherzahl. Die jungen Musiker des Großen Vereinsorchesters, die den Zug begleiteten, zauberten fröhlichen Gesichter in die Menge. Nah beieinander marschierten die Ministranten in ihren hellen Gewändern mit Pfarrer Georg Hartl und die Abordnung des Marktrates um Bürgermeisterin Margit Kirzinger.

Grundlage des Fests


Den Einzug in die Kirche, deren Namenstag die Grundlage des Fests war, umrahmte ein Standkonzert vor dem Südportal. Lediglich sechs Kirchen im Bistum Regensburg haben den heiligen Emmeram als Patron. In einer knappen Einführung fasste Pfarrer Hartl die Festgedanken der Waidhauser zusammen. "Wir wollen nicht nur dankbar sein für das schöne Wetter in der noch schöneren Pfarrkirche. Nach einem Jahr Pause aufgrund der Renovierung vereinen sich nun die Aktivitäten von Gemeinde, Pfarrei und den vielen Vereinen." Zum Abschluss der Messe bat er die Gläubigen, das Angebot im Freien rege in Anspruch zu nehmen. "Man muss sich ja nicht gleich arm kaufen."

Zwischen Kolpingheim und Sakristei warteten bereits je zur Hälfte sonnige und schattige Plätze beim Frühschoppen des Pfarrgemeinderats. Dazu spielte die Kapelle mit Blasmusik unter Leitung von Hermann Mack zünftig auf. Es dauerte nicht lange, bis Sprecher Walter Kraus mitteilte: "Weißwürste, Brezen, Weißbier und Radler - alles aus." Hungern musste deshalb niemand, da die Marktstände in nächster Nähe reichlich Ersatz boten. Christopher Hanauer und Rudi Grundler junior biten mit Unterstützung seiner Eltern Wildburger und Wildschweinbraten mit böhmischen Wuchtern an. Eine Bäckerei war mit einer Auswahl aus ihrem Sortiment vertreten. Böhmische Fieranten bereicherten die Palette mit Trdelnik.

Kräftige Farben


Die übrigen Marktstände konzentrierten sich auf dem Rathausparkplatz. Dort konnten die Besucher in aller Ruhe flanieren und im Angebot stöbern. Auch die Möglichkeit zur Besichtigung der Pfarrkirche nutzten etliche Gäste. Schließlich hat Waidhaus nach der Ausmalung mit kräftigen Farben nun ein Gotteshaus, das es weit und breit kein zweites Mal gibt.

Nach den Anbetungsstunden kamen weitere Besucher zum Markt. Reißenden Absatz verbuchte vor allem der Katholische Frauenbund um Christl Kaas. Die Plätze beim Kolpingheim füllten sich, und die frisch gebackenen Kücheln waren der Renner schlechthin. Nur wer sich in die lange Schlange stellte, konnte ein Stück ergattern. Unterstützung beim Zubereiten erhielten die Frauen von Monika Schnupfhagn aus Burgtreswitz. Das Drehen der Teigrohlinge übernahm Erna Hartung von der Marxmühle.
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