Pfarrer Hartl führt Sonntagsspaziergänger auf den Sulzberg
Der wahre Gipfel

Vermischtes
Waidhaus
30.12.2015
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Verirrt hatten sich die 23 Wanderer keineswegs, als sie den Aufstieg zum höchsten Punkt der Marktgemeinde bewältigten und sich dennoch plötzlich auf dem Gipfel des Pleysteiner Sulzbergs wiederfanden. Die Gruppe hatte sich vorher zum letzten Sonntagsspaziergang mit Pfarrer Georg Hartl getroffen.

Für den Anstieg wählte der Geistliche den Lustweg. Kaum war der Waldrand erreicht, ging es steil hinauf über den alten Hohlweg zum "Alten Schloß" auf über 700 Meter. Dort hörten die Mitgeher von der Sage, dass sich am Karfreitag während der Wandlung der Berg auftut und im Bergesinnern den Wanderer unermessliche Schätze aus Gold und Edelsteinen erwarten. Nur vor dem Ende der Wandlung müsse der Berg unbedingt wieder verlassen werden, sonst sei man verloren.

Nun fehlten nur noch einige Höhenmeter bis zum höchsten Punkt des Markts. Staunend vernahmen weniger Ortsunkundige, dass sie nun auf dem Gipfel des Pleysteiner Sulzbergs stünden. Da der Sulzberg zwei Gipfel hat, sei der westliche zur Unterscheidung als Pleysteiner und der östliche als Waidhauser bezeichnet worden. Wahrscheinlich wurde dabei übersehen, dass die Waidhauser Spitze es lediglich auf 640 Meter bringt. Den erheblichen Unterschied zu den 755 Metern des höchsten Punkts nährte die Diskussion um einen hier möglichen Aussichtsturm.

Dann ging es hinab zur ehemaligen Köhlerhütte und von dort in östlicher Richtung vorbei an Jäger- und Karlsbrunnen entlang des Pfefferbühls. Für 2016 plant der Seelsorger neue Spaziergänge ins böhmische Nachbarland.
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