Pfarrkirche St. Emmeram in Waidhaus präsentiert sich am Sonntag völlig neu
Endspurt der Handwerker

Architekt Rudolf Meißner und Bildhauer Josef Sailstorfer (von links) hatten viele Ideen und Vorschläge für die Neugestaltung der Waidhauser Pfarrkirche. Darüber freut sich auch Pfarrer Georg Hartl. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
13.04.2016
51
0

Die Handwerker geben sich in der Pfarrkirche St. Emmeram in Waidhaus die Türklinke förmlich in die Hand. Die Zeit drängt. Bis Sonntag muss schließlich alles fertig sein.

Der renommierte Kirchenmaler Tobias Kammerer ist nicht der einzige Künstler, der in den vergangenen Monaten maßgeblich an der Neugestaltung des Gotteshauses mitwirkte. Mit Architekt Rudolf Meißner aus Waldthurn leistete Josef Sailstorfer aus Bichl im Bayerischen Wald einen Großteil der neuen Einrichtung.

Der namhafte Bildhauer hatte den Wettbewerb für die künstlerische Verwirklichung der liturgischen Orte gewonnen. Allem voran fällt der neue Volksaltar sofort ins Auge, den Weihbischof Reinhard Pappenberger am Sonntag weiht. Unter Sailstorfers Händen entstanden ebenso die neuen Blockstufen um den Hochaltar sowie zwischen Kirchen- und Altarraum aus Kelheimer Jurakalkstein.

Kirchenbänke reduziert


Weit in die sogenannte Vierung hinein reicht nun der Chorraum. Die Kirchenbänke wichen an dieser Stelle zurück und wurden reduziert. Die Rundung der weitläufigen Stufenanlage orientiert sich an den Bogenformen von Wänden und Decke. Aus dem gleichen Material wie Volksaltar und Blockstufen arbeitete Sailstorfer den neuen Ambo heraus. Es stammt aus Oberau, Gemeinde Essing, und wurde im Steinbruch der Kelheimer Naturstein GmbH gebrochen. Nach dem groben Zerteilen kamen die beiden Blöcke mit einem Einzelgewicht von jeweils rund 18 Tonnen nach Aicha vorm Wald, wo sie Sailstorfer und seine Mitarbeiter fertig bearbeitet hatten.

Doch nicht nur mit Naturstein kann der Bildhauer hervorragend umgehen. Vier wuchtige Altarleuchter aus Bronze umrahmen künftig den neuen Volksaltar. Als erstmalige Ausstattung für die Waidhauser Pfarrkirche schuf der Meisterschüler von Professor Georg Brenninger und Professor Leo Kornbrust ein Wandbehältnis für die Heiligen Öle aus Bronze.

Die Apostelleuchter an den Wänden sind in Spiegelform ausgeführt. Die aus Bronze gefertigten Ministrantenhocker mit dem Pfarrersitz sind ebenfalls neue Utensillien aus der Werkstatt Sailstorfers. Alle Podeste für die Heiligenstatuen in der Pfarrkirche stammen aus dessen Hand. Darüber hinaus erledigten zumeist örtliche Handwerksfirmen allerlei Arbeiten.

Nische mit Madonna


Der Treppenaufgang zur Empore bekam eine Verkleidung, anstatt eines Beichtstuhls gibt es künftig ein kombiniertes Beichtzimmer. Die neu gestaltete Nische mit der Lourdes-Madonna am rückwärtigen Abschluss gleicht einer Kleinstkapelle und bietet Raum für Anbetung und Verehrung. LED-Deckenleuchten erhellen den Platz unter der Empore, während im weiten Kirchenraum winzige Hängelampen für die Ausleuchtung sorgen. In der Sakristei erfolgte ein Austausch von Elektrik und Elektronik, auch die Lautsprecheranlage wurde daran angepasst.

Gespannt sieht die Kirchenverwaltung dem Eröffnungstag am Sonntag, 17. April, entgegen. Alle Vereine und Verbände mit ihren Fahnen sind zur Teilnahme eingeladen. Treffpunkt für den kleinen Kirchenzug ist um 9.45 Uhr auf Höhe des Haupteingangs zur Grundschule.

Der Festgottesdienst mit dem Weihbischof beginnt um 10 Uhr. Das "Große Vereinsorchester" des Musikvereins begleitet die Feier. Ab 14 Uhr stehen Kirchenmaler Kammerer, Bildhauer Sailstorfer und Architekt Meißner für Führungen und Fragen in der Pfarrkirche zur Verfügung.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.