Premiere von „Leberkäs und rote Strapse“
„Dorfbühne“ serviert Leberkäs

Das Stück "Leberkäs und rote Strapse" brachten Josef Kleber, Jürgen Mensch, Alexander Werner, Martin Bauriedl, Daniela Bösl, Silvia Kleber, Josef Zitzmann, Christine Helgert und Susi Lang (von rechts) auf die Bühne. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
07.11.2016
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Auch im 22. Jahr gelingt Regisseur Josef Kleber mit seiner "Dorfbühne" ein Theaterstück voller neuer Ideen und bester Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Minute. Leberkässemmeln an der Eingangstür empfangen die Zuschauer zu "Leberkäs und rote Strapse".

(fjo) Erstmals war ein Abendstück der "Dorfbühne" schon im Vorfeld seit fast vier Wochen ausverkauft. Hellauf begeistert verließen alle Besucher die ersten drei Vorstellungen am Wochenende. Mit zünftigen Wirtshausliedern stimmt die "Theatermusi" des Musikvereins bodenständig und hochkarätig in die Aufführungen ein.

Spannung steigt


Als die große Kuhschelle das erste Mal läutet, ist kein Platz mehr leer. Die Spannung steigt so lange, bis Nachwuchstalent Philipp Kraus pünktlich zur auf den ausgehändigten Programmheften aufgedruckten Uhrzeit durch den Vorhang kommt. Großer Applaus setzt sofort ein, ohne dass Philipp schon etwas gesagt hätte. Der Beifall mehrt sich zwischen seinen flapsigen Ansagen und Einführungen in das Stück.

Kaum öffnet sich der Vorhang, zeigt sich die erste große Neuerung im 22. Jahr. Erstmals probieren die neun Darsteller ihr Glück mit einer Simultanbühne. Es dauert keine Minute, bis sich die ersten Lachsalven im Publikum ausbreiten.

Noch in der ersten Viertelstunde haben die Laienspieler ihre Fans auf jenes hohe, kurzweilige und entspannende Niveau voller Spaß gehoben; genau dorthin, wo sie es am liebsten haben. Denn noch mehr als der Applaus des Künstlers Brot ist, gefällt es den Waidhausern, wenn die Pointen ankommen und der ganze Saal lacht.

Die gesamte Szenerie vervollständigen vortrefflich gewählte Kostüme und eine gigantisch anmutende Schminkarbeit an allen Akteuren. Rockklassiker gehören darüber hinaus zum Repertoire des Ablaufs. Eine kurze Aufforderung Klebers genügt, und schon singt das Publikum begeistert mit. Schaukeln sich die drei Ehepaare im ersten Akt förmlich an den Rand des gegenseitigen Genervtseins, so baut der zweite Akt fantasievoll die Brücke zur Lösung.

Knüller und Knaller


Doch wer mit einer seichten und zu erwartenden Auflösung im Schlussdrittel rechnet, wird vollends eines Besseren belehrt. Selbst wer glaubt, das Theaterstück zu kennen, muss eingestehen, dass die Waidhauser zur Steigerung des Unterhaltungswerts sehr viele eigene Knüller und Knaller an allen Ecken und Enden dieser fast drei Stunden geballter Heiterkeit draufsatteln.
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