Renovierung der Pfarrkirche in Waidhaus nimmt Formen an
Gespannt auf Gesamtwerk

An der Seite von Pfarrer Georg Hartl (links) informierte Kirchenpfleger Siegfried Zeug (stehend) über den beauftragten Künstler Tobias Kammerer und dessen Neugestaltung der Pfarrkirche. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
19.01.2016
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Renovierung, Restaurierung und Sanierung werden oft in einen Topf geworfen. Dies trifft auch für den ersten Bauabschnitt der Kirchenrenovierung in Waidhaus zu. In einer zweiten Maßnahme geht es nun an die Neugestaltung.

Der Stellenwert als Festsaal oder bemerkenswerte Stätte ist bislang wenigen bewusst geworden. Zu sehr fehlte beim ersten Eindruck die Behaglichkeit, ein harmonisches Raumgefüge oder das optische Wärmegefühl. Vor allem das Stilgemisch des Innenraums mochte bislang für diese Unruhe sorgen.

Der Innenraum wies keinen bedeutenden Baustil auf, und die Kirche war nirgends großartig mit Kunstschätzen ausgestattet. Trotzdem konnte die Pfarrkirche mit erheblichen Werten punkten. Etwa mit gleich vier Haupteingängen oder dem Grundriss in Form eines Kreuzes: Im gesamten Dekanat Leuchtenberg kann kein zweites Gotteshaus diese Ausdrucksform vorweisen. Eine Besonderheit stellte immer schon die Verwandlungsfähigkeit im Dämmerlicht dar, die dem Saal eine heimelige Atmosphäre verlieh.

Spätestens dann war auch der Moment gekommen, zu dem die Raumschale ihr festliches Kleid preis gab und erst richtig wirken ließ: Deutlich und kontrastreich erschienen nun die mehrfach abgesetzten Rundbögen auf Höhe des Übergangs zwischen Wänden und Decke. Die aufwendig herausgestellten Ecken der wuchtigen Säulen verstärkten deren Wirkung. Daran knüpfte die Vorstellung der Kirchenverwaltung, auf diese Voraussetzungen aufzubauen und mehr daraus zu machen.

Zahlreiche Spenden


Knapp 70 000 Euro wurden bereits gespendet, "ohne dass eine Bedrängung der Leute oder eine Aktion notwendig war", informierte Pfarrer Georg Hartl bei der Jahresschlussfeier.

Für die Neugestaltung konnte Tobias Kammerer gewonnen werden. Er arbeitet bereits an dem Auftrag. An Kirchenpfleger Siegfried Zeug lag eine kurze Vorstellung des renommierten Künstlers. Pfarrer Hartl ergänzte mit den bislang bereits erledigten Gewerken und hob die Eigenleistung "vieler freiwillig helfender Hände" hervor. Abschließend brachte er die Wünsche auf einen gemeinsamen Nenner: "Soviel können wir jetzt schon versprechen: Unsere Kirche wird einheitlich, befreit von allem Unnötigen, einfach, hell und farbig. Und wir hoffen: Einfach schön."

Begeistert von der Neugestaltung durch Farbe und Lichtkonzept war Bürgermeisterin Margit Kirzinger: "Ich bin angetan von der Malerei, mir gefällt das schon ganz gut." Und mehr noch lobte sie das persönliche Einbringen der Pfarrangehörigen: "Es ist beispielhaft, wie diese Kirchenrenovierung funktioniert. Herr Pfarrer, ich möchte das mal so können, die Leute so motivieren, wie Sie das tun. Das ist einfach fantastisch." Sie schloss: "Ich bin schon gespannt auf das Gesamtwerk und auf den Tag, an dem der Künstler zu uns kommt und uns alles erklärt, was das alles letztendlich bedeutet."
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