Scheune lichterloh in Flammen
Großbrand im Frankenreuth

Weithin waren in Frankenreuth in der dunklen Nacht die Flammen zu sehen.
Vermischtes
Waidhaus
14.06.2016
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Als die ersten Feuerwehrleute im Ortsteil Frankenreuth kurz vor 4 Uhr eintreffen, schlagen aus dem Scheunenanbau eines Wohnhauses hohe Flammen. Verletzt wird niemand.

Den Schaden beziffert die Polizei mit 80 000 Euro. Einem Nachbarn verdanken es die Bewohner in der Nacht auf Dienstag, dass sie aus dem Schlaf geweckt werden und gerade noch ihr Haus verlassen können.

Haustiere gerettet


Josef Schmid hört ein Krachen und eilt zum Badfenster. "Ich dachte zuerst, da schießt jemand um sich", berichtet der Frankenreuther. Als er aus dem Fenster in die Nacht blickt, züngeln schon meterhoch die Flammen aus der Scheune. Sofort weckt der Senior seinen Sohn, der umgehend den Notruf absetzt. Nur eine Minute später alarmiert die Integrierte Leitstelle Feuerwehr und Rettungsdienst. Währenddessen springt Josef Schmid in sein Auto und fährt hupend zu dem wenige 100 Meter entfernten Anwesen, um die Bewohner zu wecken.

Zur selben Zeit werden weitere Anwohner auf das Feuer aufmerksam und schlagen ebenso Alarm. Die 64-jährige Besitzerin hat bis zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung, was sich an ihrem Wohngebäude abspielt. Mit ihrem 26-jährigen Sohn können auch die Haustiere vor dem sicheren Tod gerettet werden.

Feuerwehren aus Waidhaus, Eslarn, Pfrentsch, Reichenau, die Stützpunktwehr aus Vohenstrauß, die mit der Drehleiter und einem Löschfahrzeug anrückt, sowie die Feuerwehr aus Hagendorf bringen die Flammen schnell unter Kontrolle. Beißender weißer Qualm steigt in den Nachthimmel auf.

Das unmittelbar angebaute Wohnhaus wird durch den Brand stark in Mitleidenschaft gezogen und kann nicht mehr bewohnt werden. Kreisbrandinspektor Johann Rewitzer aus Pleystein eilt ebenfalls an den Brandort. Nicht einzugreifen brauchen Notarzt Werner Duschner aus Waidhaus und die BRK-Einsatzkräfte, die mit Peter Helgert als Helfer vor Ort und dem Rettungswagen aus Lohma unter Einsatzleitung von Andreas Scheuner parat stehen. Erst gegen 10.55 Uhr rücken die letzten Einsatzkräfte vom Brandherd ab.

Technischer Defekt


Die Ermittlungen zur Brandursache führt die Kripo Weiden. Sie vermutet, dass ein technischer Defekt die wahrscheinlichste Brandursache ist.
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