Schreck für die Schleierfahnder in Waidhaus
Giftschlangen als Reisegepäck

Bild: Polizeiinspektion Fahndung Waidhaus
Vermischtes
Waidhaus
03.02.2016
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Ein gehöriger Schreck fuhr Schleierfahndern aus Waidhaus in die Glieder. Am Dienstag, 2. Januar, kontrollierten Beamte der Bundespolizei Waidhaus und der PIF Waidhaus im Rahmen einer gemeinsamen Streife einen Linienbus, der von Prag kommend in Richtung Inland unterwegs war.

Die Reisetasche eines 34-jährigen deutschen Businsassen erweckte die Aufmerksamkeit der Fahnder. Nach Polizeiangaben, zischte den Beamten beim Öffnen der Tasche eine Brillenkobra entgegen. Diese war artgerecht in einer durchsichtigen Transportbox untergebracht. Ebenso wie eine Schwarzschwanzklapperschlange, welche sich in einer weiteren Box befand.

Die beiden artgeschützten und giftigen Reptilien hatte der in Baden-Württemberg wohnende Mann in Prag gekauft. Wie er angab, sei er Liebhaber von exotischen Tieren und besitze neben Vogelspinnen auch mehrere Schlangen, darunter eine 3,5 Meter lange Python. Die Tiere habe er in seiner Wohnung untergebracht.

Zur Abklärung des Sachverhalts wurden die beiden Giftschlangen zur PIF Waidhaus gebracht und ein Tierarzt des Landratsamtes hinzugezogen.
Wie sich herausstellte, hatte der Schlangenbesitzer die Haltung seiner Reptilien ordnungsgemäß beim Landratsamt angezeigt. Da ansonsten keinerlei tierschutzrechtlichen Verstöße festzustellen waren, durfte der Baden-Württemberger seine beiden neuen Lieblinge wieder mitnehmen, um damit seine Reptiliensammlung zu erweitern.
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