Sportverein Pfrentsch feiert 40-jähriges Bestehen
Bauhütte als Sportheim

Für das Führungstrio des SV Pfrentsch aus Vorsitzendem Josef Eschenbecher, Trainer Manuel Meckl und sportlichen Leiter Stefan Preßl (von links) steht ein besonderes Jahr vor der Tür. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
30.12.2015
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Durchhaltevermögen zeigte der kleinste Fußballverein der Region. Der Waidhauser Ortsteil Pfrentsch kann trotz seiner kaum noch 250 Einwohner im Ligabetrieb weiterhin mithalten - und dies seit nun fast 40 Jahren.

Pfrentsch. An Höhen und Tiefen zuhauf erinnert sich Vorsitzender Josef Eschenbecher. Er ist der unermüdliche Motor, der den Sportverein seines Heimatortes seit nunmehr 25 Jahren formt, mit Leben erfüllt und vor allem für die Sache begeistert.

34 Gründungsmitglieder


Am Anfang war es nur eine kleine Schar fußballbegeisterter Jungen, die ihrem Hobby eine vereinsrechtliche Basis geben wollten. Unter die 34 Gründungsmitglieder mischte sich am 27. August 1976 auch der damalige Waidhauser Bürgermeister Karl Bauer. Bereits im nächsten Frühjahr konnte das erste "Sportheim", eine ehemalige Bauhütte der Ruhrgas AG, aufgestellt werden. "Rückblickend ist der SV stolz auf das Geleistete und Geschaffene. Dieser Erfolg war nur möglich durch die Leistungen seiner Mitglieder und des Vorstands", sagt Eschenbecher.

Der neben dem Vereinsareal 1978 errichtete Kinderspielplatz bleibt bei der Feier zum 40-jährigen Bestehen nicht außen vor. Ein Benefizspiel im Festprogramm soll das nötige Geld für eine Aufwertung der dortigen Spielgeräte erbringen. Rund geht es am Wochenende, 9. und 10. Juli.

Am Festsamstag steht ein Elfmeterturnier im Mittelpunkt. Abends geht's zur Disco in den nur einen Steinwurf vom Vereinsareal entfernten "Koundl-Stodl". Kirchenzug und Gedenkgottesdienst läuten den Festsonntag ein, bevor zum Frühschoppen die Blaskapelle aufspielt. Nach dem Benefizspiel wird am Abend im Feststodl das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft auf Großleinwand gezeigt.

Mit diesem Programm geht der Verein zuversichtlich ins neue Jahr. Auf sportlicher Seite planen die Fußballer bereits für die Saison 2016/2017 mit Trainer Manuel Meckl aus Eslarn: "Egal, wie die aktuelle Saison ausgeht." Dies ist auch der größte Wunsch von Eschenbecher und dem sportlichen Leiter Stefan Preßl aus Vohenstrauß. Beide erinnern sich nur zu gut an die lauten Unkenrufe, die noch kein Jahr her sind. "Keiner glaubte, dass ein Eslarner der Trainer in Pfrentsch werden könnte. Nun zeigt sich, dass gerade Meckl ein Gewinn für uns ist, ja sogar als richtiger Glücksfall bezeichnet werden kann", freut sich der Vorsitzende.

Er sei genau der Richtige, um am Freitag, 12. Februar, das "Unternehmen Klassenerhalt" projektmäßig anzugehen. "Mir gefällt insbesondere die gute Trainingsbeteiligung und die Kameradschaft über das Spielfeld hinaus. Die Jungs haben richtig Spaß", erklärt der Coach. Mit einer ganzen Reihe an Vorbereitungsspielen soll die Basis geschaffen werden.

Auch beim Spielerkader wurde nachgebessert. So konnten unter Mithilfe des ehemaligen Torjägers Marek Manda zwei Spieler (Daniel Klouzek und Filip Pehlo) aus Planá gewonnen werden. Preßl gelang außerdem in Zusammenarbeit mit Spielervermittler Bernhard Grötsch, die Fußballer Jakub Krzal und Adam Heller zu verpflichten. Weil der Verein aber nicht mit mehr Spielern aus Tschechien als in der Vorrunde spielen will, mussten sich die Pfrentscher von vier anderen tschechischen Spieler aus dem aktuellen Kader trennen.
Keiner glaubte, dass ein Eslarner der Trainer in Pfrentsch werden könnte. Nun zeigt sich, dass gerade Meckl ein Gewinn für uns ist.Vorsitzender Josef Eschenbecher
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