SV Pfrentsch feiert 40-jähriges Bestehen mit Feldmesse
Erfolgsgeschichte fortschreiben

Auf dem Parkplatz des SV-Areals feierte Pfarrer Georg Hartl nach einem farbenprächtigen Kirchenzug mit den Gründungsmitgliedern, vielen Mitgliedern und einer großen Anzahl von Vereinsabordnungen den Festgottesdienst zum Vereinsjubiläum unter freiem Himmel. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
11.07.2016
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Sobald die letzten Gäste in der Nacht zum Sonntag den "Koundl-Stodl" verlassen hatten, schloss der Sportverein die Scheunentore und öffnete sie nicht mehr. Den Organisatoren des Jubiläumsfests fiel nämlich etwas Besseres ein.

Pfrentsch. Verwundert staunten die Gottesdienstbesucher am Sonntagmorgen angesichts des leeren Platzes vor dem Festareal. Erst als der farbenprächtige und lange Kirchenzug vom anderen Ortsende ankam und bis zum Sportheim zog, machte die Nachricht vom Ortswechsel für den weiteren Festverlauf allmählich die Runde. Bei dem Bilderbuchwetter entschied sich der Festausschuss kurzfristig, die Messe direkt auf dem Parkplatz beim Fußballplatz zu feiern.

Für diese Änderung nahm die fleißige Helferschar noch etwas mehr Einsatz in Kauf. Jede Menge Sitzgarnituren mussten verfrachtet werden, und ein ansehnliches Holzkreuz aus groben Birkenstämmen entstand. Dem einmarschierenden Zug bot sich ein würdiger neuer Festplatz. Auf die an der Spitze musizierenden "Eslarner Werkstattmusikanten" warteten schattige Plätze.

Den Ehrengästen mitsamt den Gründungsmitgliedern und dem Festausschuss um Vorsitzenden Josef Eschenbecher galt danach das Augenmerk. Viele Vereine aus Pfrentsch und umliegenden Orten zeigten mit ihren Fahnenabordnungen im Kirchenzug und der Mitfeier ihre Wertschätzung gegenüber dem Jubelverein. Das fasste auch Pfarrer Georg Hartl in Worte: "Es gehört Mut dazu, nach so einer kurzen Nacht so zeitig wieder hier zu sein, um 'Danke' zu sagen für dieses Festwetter und die zurückliegenden 40 Jahre."

Dem Sportverein bestätigte der Geistliche, sich das schönste Geschenk zum Jubiläum mit der Spielgemeinschaft selbst gemacht zu haben. Er hoffte "dass Spiel und Sport dazu führen, dass Friede herrscht zwischen den Ortsteilen. Als Lektorin fungierte OWV-Vorsitzende Rosi Grötsch. Kirchenpfleger und Marktrat Wolfgang Bauriedl übernahm das Amt des Kommunionhelfers.

Mut der Gründungsväter


Nach dem Gottesdienst ließ der Vorsitzende einige Stationen aus der 40-jährigen Geschichte Revue passieren. Er schloss zuversichtlich und stolz: "Wir werden alles daran setzen, dass es erfolgreich weiterläuft." Den Mut der Gründungsmitglieder rief Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch im Anschluss ins Gedächtnis: "Sie haben es 1976 als das Wichtigste gesehen, in diese Achse zwischen Eslarn und Waidhaus mit ihren starken Sportvereinen noch eine dritte Größe zu setzen." Den gleichen Mut bescheinigte Grötsch für das Durchhaltevermögen: "So einen Sportverein 40 Jahre in dieser Spannung zu führen und zu halten, dazu gehört sehr viel." Hierauf setzte er noch einen besonderen Dank: "Ihr alle, und vor allem Du, lieber Josef, könnt stolz auf Euch sein, was dieser SV in diesen 40 Jahren geleistet hat."

Danach gratulierten Landtagsabgeordnete Annette Karl und Bürgermeisterin Margit Kirzinger mit eigenen Ansprachen. Im Namen des bayerischen Fußballverbands betonte Spielleiter Berthold Kraus: "So ein SV mit einer so schönen Anlage ist aus der Gründung bis heute geworden." Dass Eschenbecher nunmehr im 26. Jahr Vorsitzender ist, war Kraus eine extra Anmerkung wert: "Ich glaube nicht, dass es irgendwo in Bayern noch einen Sportverein gibt, in dem der Vorsitzende so lange im Amt ist." Er überreichte einen hochwertigen Fußball an Eschenbecher.

Sieg krönt Jubiläum


Eine besondere Ehrung erwartete die Gründungsmitglieder im Anschluss. Sie waren zum gemeinsamen Mittagessen auf den weiß gedeckten Tischen vor dem Sportheim eingeladen. Bis dahin umrahmte die Kapelle aus Eslarn den Frühschoppen unter freiem Himmel. Am Nachmittag endete das Festprogramm mit einem Fußballspiel. Die neu formierte Spielgemeinschaft Waidhaus-Pfrentsch gewann gegen die DJK Neukirchen zu St. Christoph mit 2:1 Toren.
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