Touren im Nachbarland: Tanja Ringholz und Paul Zetzlmann auf geschichtsträchtigen Pfaden
Wandern mit spirituellen Impulsen

Tanja Ringholz (Dritte von rechts) und Paul Zetzlmann (Dritter von links) freuen sich über die gute Resonanz bei ihren Pilgertouren im Nachbarland Tschechien. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
08.06.2016
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Zwei Waidhauser haben die Liebe zur Natur beim Wandern unter spirituellen Gesichtspunkten für sich entdeckt. Tanja Ringholz und Paul Zetzlmann sind zu richtigen Experten geworden. "Unsere Touren zeigen gut, dass man auch hier in der Gegend schöne, organisierte Wanderungen unternehmen kann."

Seit Wochen ist Ringholz zu Fuß unterwegs, mal alleine zum Erkunden oder mit Gefolge, um das von ihr Entdeckte zu zeigen. Um einer ausgebildeten Pilgerführerin zu folgen, braucht es weder die Nähe zu Rom oder Santiago de Compostela, noch das nötige Kleingeld.

Mit der ersten Wanderung Ende März eröffneten die beiden Begleiter ihr "Pilgern auf dem Jakobsweg" mit der Etappe Plesnice bis Stríbro. Den Touren verleihen sie einen ganz besonderen Charakter: "Zeit zum Nachdenken, um Abstand vom Alltag zu gewinnen." Durch die spirituellen Impulse von Ringholz funktioniert das wunderbar. Die Teilnehmer trafen sich auch dieses Mal am frühen Morgen in Waidhaus. Mit einem Bus zum Bahnhof in Mies, um mit dem tschechischen Bummelzug zum Ausgangsort nach Plesnice zu fahren.

Landschaft im Mittelpunkt


Von dort aus rückte die Landschaft vollends in den Mittelpunkt des Interesses. Bei frühsommerlichem Wetter war die Wanderung am Wochenende über Wald und Flur zum 22 Kilometer langen Hracholusky-Stausee ein Genuss. Im urigen Dorfwirtshaus von Vranov legten die Teilnehmer eine Pause ein. Wem die Tour bis dahin noch zu wenig spektakulär war, kam entlang des idyllischen Flüsschens Mze vollends ins Schwärmen. Die Geschichte der jahrzehntelangen Trennung zwischen Ost und West holte die Gruppe spätestens nach Stríbro ein.

Der Jakobsweg führte hier vorbei an Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg und folgte der sogenannten Benes-Linie in Richtung Bergwerksmuseum. Bewusst wählte die Gruppe den Weg durch das Mühlentor hinauf zum Marktplatz mit dem historischen Rathaus und der Stadtkirche, um durch das jüdische Tor und den Brückentorturm in Richtung Bahnhof das letzte Stück zu Fuß zurückzulegen. Für die Rückfahrt nach Waidhaus standen wieder Bahn und Bus bereit. Zum Ausklang mit einem gemütlichen Austausch der neuen Erfahrungen war das Gasthaus "Weißes Kreuz" in Waidhaus genau das Richtige.
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