Vorsitzender des Raupen- und Baggerverein legt nächstes Jahr sein Amt nieder
Suche nach neuem Motor

Vorsitzender Michael Hummer (links) überreichte nicht nur Ehrungen für langjährige Treue, sondern sprach den Mitgliedern auch ins Gewissen. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
19.10.2016
61
0

Seit 51 Jahren gibt es den Raupen- und Baggerverein. Genau so lange steht Michael Hummer schon an der Spitze der Gemeinschaft. Dies soll sich nach seinem Willen 2017 ändern. Ansonsten malt er ein düsteres Bild für den Verein.

(fjo) "Ich werde im Februar, wenn Gott will, 81 Jahre. Davon habe ich ehrenamtlich 51 Jahre diesen Raupen- und Baggerverein geleitet, 10 Jahre den VdK-Ortsverband und 4 Jahre die Vereinsgemeinschaftf", stellte Vorsitzender Hummer in der Jahreshauptversammlung fest. "Ich denke mal, dass das reichen wird."

112 Mitglieder


Nach einem bunt bebilderten Jahresrückblick schaute er auf die im kommenden Jahr anstehenden Vorstandswahlen. Unter den 112 Mitgliedern sollten sich ausreichend Personen für die Ehrenämter finden lassen.

Mit der Bitte um Zusammenhalt der aktuellen Amtsinhaber verband der Vorsitzende die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für den Erhalt des Vereins legte Hummer allen ans Herz: "Eine intakte Vorstandschaft und aktive Mitglieder sind der Motor des Vereins. Wenn da einige nicht mehr mitmachen, dann läuft nichts mehr. Entweder legt man das still oder man löst das Ganze auf." Da sich in der vergangenen Zeit eine "gewisse Form des Nichtinteresses eingeschlichen" habe, prophezeite Hummer: "Wir werden in den kommenden Jahren den Verein herunterfahren. Weil einerseits wenig Engagement besteht, und andererseits die älteren Herren nicht mehr so können und die Jüngeren kein Interesse haben." Der Verein werde sich an keinem Fest mit Fahne beteiligen und Gesellschaftstreffen wie in Pfifferlingsstiel oder Hinterbrünst werde es nicht mehr geben.

Rücktritt unausweichlich


Sein Amt als Vorsitzender werde er in einem Jahr endgültig niederlegen: "Ich würde es begrüßen, wenn bis dahin ein Nachfolger gefunden wird, damit dieser Verein, der mit mir als Vorsitzenden begann, nicht an mir scheitern wird. Sollte das nicht zustande kommen, wird der einmalige Verein, der 50 Jahre an der tschechischen Grenze seinen Sitz hatte, nicht mehr existieren."

Ausgezeichnete MitgliederSeit 30 Jahren halten Anton Moll senior und Rudolf Stefinger (beide aus Waidhaus), Monika Wittmann, Ludwig Puff und Friedrich Friedl (alle Hagendorf) sowie Peter Biehler (Vohenstrauß) dem Raupen- und Baggerverein die Treue. Ebenso Josef Janker, Siegmund Holfelder und Josef Helgert (alle Georgenberg).

Für 20 Jahre gingen Urkunden und Ehrennadeln an Hans Maier (Waidhaus) und Bernhard Renner (Schirmitz). Außerdem gab es eine Ehrung für 10 Jahre für Jürgen Hotz, Arno Steigerwald, Theo Hornung, Roman Rosenberg und Bernd Rung (alle Goldbach). (fjo)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.