Waidhaus im Begleitprogramm der tschechisch-bayerischen Landesausstellung
Glanzstück der Heimatkundler

Andreas Ringholz (Vierter von links) und seinen Mitstreitern gelang die Aufnahme der "Waidhauser Grenzgeschichte(n)" ins Begleitprogramm der tschechisch-bayerischen Landesausstellung. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
04.05.2016
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Die Verlängerung der "Dokumentation zur Geschichte des Grenzübergangs und der Öffnung des Eisernen Vorhangs" in Waidhaus bis 2017 hat einen plausiblen Grund. Und auch die neuen Bilder und Exponate kommen nicht von ungefähr.

Dem Heimatkundlichen Arbeitskreis (HAK) gelang unter Mitwirkung von Bürgermeisterin Margit Kirzinger die Aufnahme der Schau im Gemeindezentrum ins Begleitprogramm der tschechisch-bayerischen Landesausstellung 2016/17. Diese fußt im 700. Geburtstag Kaiser Karls IV., den Bayern und die Tschechische Republik zum Anlass für die erste gemeinsame Landesausstellung nahmen.

Markt im Mittelpunkt


In wenigen Tagen startet diese in der Wallenstein-Reithalle in Prag. Die Schau ist vom 14. Mai bis 25. September zu sehen. Von 20. Oktober bis zum 5. März wechselt das Ganze ins Germanische Nationalmuseum nach Nürnberg. Und mittendrin ist Waidhaus - nicht nur topografisch.

Durch den natürlichen Taleinschnitt des böhmisch-bayerischen Grenzgebirges war und ist die Route über Waidhaus zwischen den beiden Ausstellungsmetropolen die kürzeste. Karl IV. verlegte im 15. Jahrhundert die natürliche Wegführung über Waidhaus und Primda (Pfraumberg) nach Bärnau und Tachov, um ausschließlich auf seinen eigenen Territorien zu reisen und Mauteinnahmen zu erzielen. Die Bezeichnung "Goldene Straße" war geboren.

Die Strecke über Waidhaus wurde so zur "Verbotenen Straße". Grund genug also für die Mitglieder im Arbeitskreis, sich mit ihrer Ausstellung "Waidhauser Grenzgeschichte(n)" nicht nur zu bewerben, sondern dieser eine neue Ausrichtung zu geben. Vorsitzender Andreas Ringholz entwarf entsprechende Flyer, Ausstellungsführer sowie Plakate und fand emsige Helfer für die eine oder andere Veränderung.

Neuauflage der alten Bände


Nun ist die Freude im HAK über den geglückten Coup groß. So groß, dass die Waidhauser Schau ebenfalls bis März verlängert wird. Die zunächst für Herbst geplante Folgeausstellung über das reichhaltige Waidhauser Musikantenleben muss warten. Zusätzlich zur Integration ins Begleitprogramm erfolgte eine Neuauflage der vergriffenen Veröffentlichungen, so dass sämtliche Bände der "Waidhauser Geschichte(n)" von Band I bis Band IX im Rathaus wieder verfügbar sind. Ein neues Extra-Faltblatt steht ab sofort kostenlos zusätzlich zur Verfügung.

Aber trotz der umfangreichen Präsentation betonen die Macher eindringlich: "Unsere Ausstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll zum Denken anregen." Bei freiem Eintritt ist die Schau montags bis freitags zwischen 8 und 12 Uhr zu sehen. Außerdem montags bis mittwochs auch zwischen 13 und 15 Uhr sowie donnerstags bis 17.30 Uhr. Weitere Termine sind nach Vereinbarungen möglich.
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