Waidhauser Feuerwehr-Ehrenabend
Immer im Einsatz

Im Mittelpunkt des Feuerwehr-Ehrenabends der Marktgemeinde Waidhaus standen Brigitte Grötsch, Berthold Milbrodt, Hans-Jürgen Spitzner, Josef Nickl und Josef Puff (sitzend, von links) mit Wolfgang und Martin Hettler, Stefan Schreiner Thomas Grötsch sowie Helmut und Gerald Hanauer (stehend, von links, in Uniformen). Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
10.10.2016
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Landrat und Stellvertreterin gemeinsam im Schützenhaus in Reichenau: Das musste einen besonderen Grund haben.

Reichenau. Zum Waidhauser Feuerwehr-Ehrenabend hatte die Gemeinde verdiente Feuerwehrleute im Auftrag des bayerischen Innenministeriums eingeladen. Bürgermeisterin Margit Kirzinger zeigte sich als Hausherrin über die erneute Auszeichnung einer Frau inmitten der Runde geehrt, weil es in der Region noch immer nicht die Regel sei.

Nicht nur weil der Landkreis diese Würdigungen sehr schätze, habe sie sich sehr darauf gefreut: "Ihr seid Aktive, die rund um die Uhr das ganze Jahr im Einsatz sind. Wenn ein Unfall ist, wenn es irgendwo brennt - fragt niemand nach der Uhrzeit, sondern rechnet immer mit eurem Kommen." Wenn jemand auf sein persönliches Umfeld in dieser Weise auf 25 oder gar 40 Jahre verzichte, so nötige ein derartiges Engagement unbedingt einen gehörigen Respekt ab. Zumal sie gerade von jungen Leuten immer öfter höre: "Das möchte ich nicht, das könnte ich nicht."

Kirzinger honorierte darüber hinaus freudig, sich in Waidhaus und den Ortsteilen keine Sorgen machen zu müssen. Die Einsätze allein bei bereits vier Bränden heuer, zeugten davon. Mit einem "Dankeschön, dass ich heute kommen durfte" eröffnete Landrat Andreas Meier seine Laudatio. "Weil sich die Bevölkerung auf Euch verlassen kann. Dazu kann man den Menschen hier nur gratulierten." Gleiches gelte der Bürgermeisterin dieser Gemeinde: "Ohne vorhandene Grundbereitschaft ist dieser Dienst nicht möglich."

Die zu verleihenden Ehrenzeichen deutete er als sichtbaren Hinweis für andere mit dem Ausdruck für eine besondere, da aktive Zeit. Zugleich bat er die Geehrten, weiterhin treu dabei zu sein und den vorhandenen Erfahrungsschatz an weitere Generationen zu übereignen.

"In der Feuerwehr ist man froh über jede Frau und jeden Mann, den wir haben. Man sieht das immer wieder draußen bei den Einsätzen, wie diese Gemeinschaft funktioniert", erklärte Kreisbrandrat Richard Meier. Die in Kürze absehbare Anhebung der Altersgrenze und die wohl kommende Möglichkeit zur Gründung von Kinderfeuerwehren ab einem Alter von sechs Jahren griff er zudem ergänzend auf. Alle Geehrten und Führungskräfte ließ er abschließend wissen: "Die Feuerwehr steht bei den Umfragen immer an der ersten Stelle des Vertrauens in der Bevölkerung."

Schnupftabakdose für die GeehrtenZunächst gingen für 25 Jahre Urkunden und Abzeichen mit Schnupftabakdose oder Espresso-Tasse durch Landrat Andreas Meier, Kreisbrandrat Richard Meier, Kreisbrandmeister Thomas Kleber, Bürgermeisterin Margit Kirzinger und Kreisbrandinspektor Johann Rewitzer an die Brüder Helmut und Gerhard Hanauer sowie Stefan Schreiner (alle Waidhaus) und Brigitte Grötsch, Thomas Grötsch sowie die Brüder Martin und Wolfgang Hettler (alle Reichenau).

Zusätzlich einen Gutschein für einen einwöchigen Urlaub erhielten für 40 Jahre aktive Dienstzeit Berthold Milbrodt und Hans-Jürgen Spitzner (beide Reichenau), Josef Puff (Hagendorf) und Josef Nickl (Reinhardsrieth). Verhindert waren Stefan Rösch (25 Jahre, Reinhardsrieth), Monika Kick (25, Reinhardsrieth), Herbert Riedl (40, Hagendorf), Ludwig Grötsch (40, Reichenau), Stefan Kraus (25, Reichenau) und Elisabeth Grötsch (25, Reichenau). (fjo)
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