Waidhauser Gläubige rücken zusammen
Gefühl wie in der Urkirche

Evi Menzel und Ramona Mensch (von links) fassten weltweite Ereignisse des vergangenen Jahres in knappen Stichpunkten zusammen. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
02.01.2016
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In der Jahresschlussandacht stellte Pfarrer Georg Hartl in der vollbesetzten Autobahnkirche zu den Ausweichdomizilen aufgrund der laufenden Innenrenovierung der Pfarrkirche fest: "Wie gut es tut, wenn wir zusammenrücken müssen und auf Tuchfühlung mit unserem christlichen Nachbarn gehen dürfen."

Es komme Freude auf, und wahrscheinlich kämen die Waidhauser dadurch den ersten Christengemeinden in der Urkirche viel näher, die auch sehr wenige nur waren und sich sogar in Privathäusern getroffen haben. "In diesem Jahr haben wir erstmals erfahren, dass es auch ohne Pfarrkirche geht." In sechs Räumen feiern die Gläubigen seit dem späten Frühjahr Liturgie: In der Dreifaltigkeitskapelle, im Gemeindesaal, im Kolpingheim und Seniorenhaus, in der Kapelle Frankenreuth und in der Filialkirche Reichenau. "Und siehe da: Die Form wird schlicht und einfach. Man sieht, wie wenig man für eine zu Herzen gehenden Liturgie braucht." 2015 wurden 3 Kinder getauft, 8 Kinder feierten Erstkommunion. Seit September 2011 gab es keine Eheschließung mehr. 21 Pfarreimitglieder sind gestorben, 9 sind aus der Kirche ausgetreten, davon wohnen sechs direkt in Waidhaus.

Den sonntäglichen Gottesdienst feiern im Durchschnitt 206 Pfarrangehörige mit. Die Katholikenzahl in der Gemeinde hat sich zum Jahresschluss auf 1485 verringert. Umso größer bewertete Pfarrer Hartl die Hilfsbereitschaft, die "bei uns immer noch von gezeigt wird", sowohl bei weltweiten Projekten, als auch für die Aufgaben in der Pfarrgemeinde.

Beispielhaft nannte der Ortsseelsorger die zwischenzeitliche Spendensumme von fast 70 000 Euro durch Privatleute, Gemeinschaften und Vereinen für die Renovierungsmaßnahme. "Gerade deshalb dürfen wir uns auf die Neugestaltung unserer Pfarrkirche so freuen. Wir drängen nicht und haben dadurch Zeit für immer neue, hilfreiche und förderliche Ideen. Soviel können wir jetzt schon versprechen: Unsere Kirche wird einheitlich, befreit von allem Unnötigen, einfach, hell und farbig. Und wir hoffen: Einfach schön."
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