Zehn Prozent in Passau
Bundespolizeiinspektion Waidhaus unterstützt die Passauer Kollegen aktuell mit 20 Mann

Elf Beamte der Bundespolizei Waidhaus sind an verschiedenen Grenzübergängen zu Österreich eingesetzt. Im Bild prüfen Polizisten an einer Kontrollstelle der Bundespolizei an der Autobahn A 3 kurz hinter der deutsch-österreichischen Grenze nahe Pocking ein Fahrzeug. Bild: dpa
Vermischtes
Waidhaus
30.01.2016
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Skifahrer, die nach Österreich wollen, werden es bemerkt haben: Es gibt wieder Grenzkontrollen. Dabei kann es sein, dass der Kontrollbeamte Oberpfälzer Dialekt spricht. Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus unterstützt die Passauer Kollegen aktuell mit 20 Mann.

Fünf davon helfen im Führungsstab in Passau. Elf verstärken die Grenzkontrollen an verschiedenen Übergängen. Vier Ermittler beschäftigen sich unter anderem mit Schleuserverfahren. Anfang März werden die Zahlen neu festgelegt, informiert Sprecher Franz Völkl. In Waidhaus geht man davon aus, dass es bei den Abordnungen bleibt. Seit Sommer 2015 sind permanent Beamte in Südbayern eingesetzt.

Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus muss damit auf fast zehn Prozent ihrer Beamten verzichten. Mit den Revieren in Bärnau und Weiden zählt die Inspektion eigentlich 217 Beamte, davon 160 auf der Straße.

An der Grenze zu Tschechien ist es aktuell sehr ruhig, was die Einreise von Flüchtlingen angeht. Im letzten Jahr hatte die Bundespolizei noch über 2000 Aufgriffe mit Migrationshintergrund gezählt (2115). Spitzenmonate waren August und September. Das ist abgerissen. Die Kurve ging im Dezember deutlich nach unten. Seit Jahresanfang hatten es die Bundespolizisten mit "ganz wenigen" illegalen Einwanderern zu tun, weiß Völkl.

2250 aus Freyung erfasst


Viel Arbeit hatte im letzten Jahr zudem die Registrierung von Flüchtlingen beschert, die von der Bundespolizei Freyung nach Waidhaus gebracht wurden. Insgesamt 2250 Personen wurden im letzten Jahr für die Kollegen aus dem Bayerischen Wald bearbeitet. Auch das ist aktuell kein Thema.

Spuk bald vorbei


Was die Zukunft bringt? Dazu müsste Völkl schon Prophet sein. Im letzten Sommer hatte sich die A 6 plötzlich als Ausweichstrecke zur Balkanroute etabliert. Der Spuk war nach einigen Monaten wieder vorbei. Ob sich die zeitweilige Schließung der mazedonischen Grenze auf die Flüchtlinges-Routen auswirken wird? "Reine Spekulation", sagt Völkl. "Derzeit haben wir dafür keine Anzeichen."
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