Zum Casino Vier-Sterne-Hotel
Leon Tsoukernik investiert zehn Millionen Euro in Roßhaupt

Leon Tsoukernik investiert zehn Millionen Euro in ein Hotel und die Umgestaltung eines Spielcasinos. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
14.05.2016
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In wenigen Tagen fällt der Startschuss für das Vier-Sterne-Hotel in Roßhaupt. Viele Gäste im Casino wollen sich nach einem unterhaltsamen Abend nicht mehr ans Steuer setzen. Zurzeit reicht die Bettenkapazität in der unmittelbaren Umgebung nicht aus. Die Pläne stammen vom Prager Architekturbüro "Archina Design" von Ivo Nahalka, der bereits Hotels in Tschechien, Italien und Polen entworfen hat. Repro: fjo

Ein Zehn-Millionen-Euro-Projekt in der Waidhauser Partnergemeinde Roßhaupt (Rozvadov) steht kurz vor dem Spatenstich. Die Grenzregion erhält ein Vier-Sterne-Hotel mit mehr als 200 Zimmern.

Roßhaupt/Waidhaus. Das Flair der großen weiten Welt holte Leon Tsoukernik bereits vor 13 Jahren mit dem Bau des King's Casinos ganz nah an Waidhaus heran. Der Glücksspieltempel ist ausgezeichnet frequentiert. An den Wochenenden kommen täglich bis zu 1300 Gäste.

Tsoukernik muss sich zu seinen Erweiterungsplänen zwar anhören: "Es ist verrückt, hier im Niemandsland so ein Hotel hinzustellen." Aber das habe es damals schon beim Bau des Casinos geheißen. Der Besitzer ist sich sicher: "Wenn es fertig ist, werden sie alle kommen." Zumal eine Teilnahme am Spiel keine Voraussetzung für einen Besuch ist.

Der große Hotelkomplex entsteht im rückwärtigen Bereich, unmittelbar am Casino, auf den bislang als Parkplatz genutzten Flächen. Die beiden Trakte sollen in einer Art V-Optik ausgeführt werden und erhalten jeweils vier Stockwerke. Zunächst sollte der Komplex sogar sieben Stockwerke hoch werden. Mit Rücksicht auf Ortsbild und Landschaft konnte schließlich ein Kompromiss in der nun genehmigten Höhe gefunden werden. Alle Fäden der Baumaßnahme laufen bei Frank Koopmann zusammen: "Wir träumen davon, in einem Jahr fertig zu sein; sind aber realistisch und rechnen mit 15 Monaten reiner Bauzeit." Schon früher war der Hotelmanager in Diensten Tsoukerniks und kehrte nun vor etwa einem halben Jahr nach Roßhaupt zurück. Der Rohbau ist bereits vergeben. Sobald die Genehmigungsbehörde in Prag grünes Licht gibt, rücken die Bagger an. Auf örtlicher Ebene und bei der Bezirksstelle hat das Vorhaben bereits alle Hürden genommen.

Große Poker-Arena


Entstehen werden in überwiegender Zahl Doppelzimmer in einer Größenordnung von rund 20 Quadratmetern und einer Ausstattung mit Twin-Betten. Doch auch 15 Suiten mit jeweils 40 Quadratmetern sind vorgesehen. Ein zentraler Haupteingang mit Lobby, Shops, Aufenthaltsbereich und einer zweiten Rezeption wird den Hotelkomplex mit dem Casino verbinden. Der jetzige Eingang bleibt erhalten, erfährt jedoch eine Neugestaltung.

Im Zuge der Maßnahme wächst der aktuell bereits 3500 Quadratmeter umfassende Bereich dea Spielsalons um weitere 1000 Quadratmeter. Nicht nur die Poker-Arena mit ihrem Turnierbereich wird in der gesamten Breite um 20 Meter verlängert. Parallel dazu entsteht nochmals eine Halle mit identischen Ausmaßen. Von einer großzügigen Terrasse wird bald der Blick weit über eine mehr als riesig anmutende Poker-Halle schweifen. Entstehen kann zeitgleich ein neuer Casinobereich mit VIP-Areal und einer Sportsbar im amerikanischen Stil, die sogar Sportwetten und live gezeigte Sportveranstaltungen auf Großbildschirmen bietet.

Mit der Planung beauftragte Besitzer Tsoukernik das Prager Architekturbüro "Archina Design" von Ivo Nahalka. Von ihm stammen bereits die Pläne für das Casino.

Viele Kunden wünschen sich das neue Hotel, obwohl es bereits ein Übernachtungsgebäude gibt und in Roßhaupt auf acht Häuser verteilt 138 Zimmer in unterschiedlicher Ausstattung zur Verfügung stehen. Weitere Partnerhotels in der Region reichen bis in die Oberpfalz, von Schönsee bis zum "Kastanienhof" und nach Vohenstrauß.

Zu Spitzenzeiten werden bis zu 500 Zimmer benötigt. Ein umfangreicher Shuttle-Service mit eigenen Bussen ersetzt fehlende Verkehrsverbindungen, bringt jedoch auch Fahrzeiten von bis zu 40 Minuten für die Kunden mit sich. Außerdem reicht das bestehende Angebot an Hotelbetten nicht. Denn theoretisch findet mittlerweile jedes Wochenende zum normalen Betrieb ein größeres Turnier statt.

Konkurrenz schläft nicht


Das neue "King's Hotel" - so der künftige Name - soll also in erster Linie die Infrastruktur für das Casino verbessern. Auf keinen Fall ist der Betreiber auf Konkurrenz zu den Übernachtungsmöglichkeiten beidseits der Grenze aus. "Viele Kunden wollen nach ihrem Casinobesuch einfach nicht mehr fahren." Weil dies nicht gewährleistet sei, gingen aktuell 10 bis 15 Prozent Umsatz verloren.

"Wir bauen also auch, um wettbewerbsfähig zu sein. Das internationale Angebot der Konkurrenz von Barcelona bis Georgien schläft nicht". Gäste kämen bis aus Kanada, den USA und Asien. Denn in Roßhaupt gebe es mit bis zu 160 Poker-Tischen das größte Angebot in Europa. Zur Auswahl stehen zudem sämtliche Casinospiele wie Roulette, Blackjack, King's Poker, Ultimate und Russian Poker sowie über 250 Slots.
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