Gemeinde Waidhaus: Geschäftsleiter Josef Forster in Ruhestand verabschiedet
Einer der Besten

Die Marktgemeinde Waidhaus nahm am Donnerstag Abschied von ihrem langjährigen Geschäftsleiter Josef Forster (Mitte). Nach 25 Jahren als Chef der Verwaltung ging er in den Ruhestand. Bild: fjo
Wirtschaft
Waidhaus
04.03.2016
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"Keine Pflichten und keinen Terminkalender mehr. Da kommt jetzt eine komfortable Situation auf Dich zu." In rosigen Bildern zeichnete Bürgermeisterin Margit Kirzinger das künftige Leben für Josef Forster.

25 Jahre leitete der Geschäftsleiter die Geschicke der Marktgemeinde im Rathaus. Gleichzeitig mit dem silbernen Jubiläum folgte die Verabschiedung in den Ruhestand. Beinahe die gesamte Belegschaft war ins Gasthaus Mack gekommen, um dieses Ereignis nicht einfach so verstreichen zu lassen. Mit dabei waren auch viele ehemalige Markträte, die seit 1991 mit Forster zusammenarbeiteten, sowie das aktuelle Gremium.

Frau, Enkel und Hund


"Ein langes und äußerst erfolgreiches Arbeitsleben liegt nun hinter dir." Die Laudatio der stellvertretenden Landrätin hätte nicht gefühlvoller und prägnanter ausfallen können. Da klang vor allem Freundschaft und ein herzliches Miteinander auf derselben Ebene mit. Kirzinger wusste zudem bereits, warum es dem scheidenden Verwaltungschef nicht langweilig werde. Die Renovierung des Wohnhauses sei geplant, Enkel Luis sowie Hund Roxy warteten ebenso wie Ehefrau Monika und viele Hobbys auf mehr Zeit.

Obwohl der umfassende Rückblick mit Bildern, Zahlen und Fakten die Aufgabe von stellvertretender Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl war, erinnerte die Bürgermeisterin an wichtige Ereignisse. Etwa den Kampf gegen die Stadt Essen, als es beinahe das Aus der Gewerbesteuerzahlungen durch die Gasunternehmen gegeben hätte.

"Vieles in Waidhaus trägt deine Handschrift, und dein Fachwissen fand nicht nur in Waidhaus Anerkennung." Von auswärtiger Seite sei ihr sogar bestätigt worden: "Ihr habt einen der besten Geschäftsleiter im ganzen Landkreis." Sie selbst sei von jenem konsequenten Handeln immer beeindruckt gewesen. "Auch wenn es für dich manchmal mit persönlichem Ärger und Anfeindungen verbunden war."

Den festlichen Rahmen bei der Verabschiedung hielt Kirzinger für angemessen, schließlich wolle man Danke sagen für ein außergewöhnliches Engagement zum Wohl der Bürger und der Kommune. "Wir haben uns immer zu 100 Prozent auf dich verlassen können. Du warst für Waidhaus und uns etwas ganz Besonderes." Bevor sie zum Abschied ein großes Paket überreichte, versicherte die Bürgermeisterin: "Du wirst uns als Chef der Verwaltung fehlen. Wir müssen uns daran gewöhnen, dich nicht mehr so häufig zu sehen. Aber ich bin mir sicher, wir fehlen dir auch und du wirst uns vermissen."

"Genießt jeden Tag"


Ein großer Blumenstrauß an Ehefrau Monika durfte nicht fehlen, wozu die Bürgermeisterin Beiden extra noch mit auf den Weg gab: "Genießt jeden Tag und habt einfach viel Spaß." Mit Dankesworten im Auftrag des Marktrats "für die sehr gute Zusammenarbeit", schloss sich zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl an. "Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft." Als Geschenk gab es einen Zuschuss für ein neues Laptop.

Wilka-Dierl hatte die Tätigkeiten scheidenden Geschäftsleiters von Beginn bis zum letzten Tag in eine Präsentation gepackt. Aus jedem Jahr erwähnte sie die wesentlichsten Ereignisse im Rathaus und der Entwicklung des Grenzmarkts. "Ohne dein Engagement wäre Waidhaus nicht das, was es ist."
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