"Voices in Joy" singt im Kloster Walderbach
Hymnisch, melodiös, feinsinnig

Der Chor "Voices in Joy" überzeugte beim Auftritt im Kloster Walderbach. Bild: tie
Kultur
Walderbach
11.05.2016
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Der Auftritt des Chors "Voices in Joy" füllte den Barocksaal im Kloster Walderbach restlos. Die Musiker sangen vier Lieder von Max Reger. Der Oberpfälzer Komponist, der vor 100 Jahren starb, ist bis heute unvergessen.

"Das Mädchen vom Lande" erklang melodiös, "Das Sternlein" in schneller Tonfolge, "Wie kommt's, dass du so traurig bist" eher elegisch und das "Nachtlied op 138/3" choralartig. Dr. Wolfgang Wagner leitete die A-Cappella-Gesänge präzise und genau entsprechend der Vorgaben des jeweiligen Tonsetzers.

Der Zusammenklang von Sopran, Alt, Tenor und Bass überzeugte schon hier sowohl im Forte-Klang als auch in den umsichtig dargestellten leiseren Passagen. Karin Hottner moderierte feinsinnig und informativ. Bei einigen Liedern gab Katharina Mezel am Klavier zusätzliche wichtige Tonimpulse. Es folgten die Gesänge "O Crux ave" und "Panis Angelicus" des zeitgenössischen Komponisten Rihards Dubra, die in ihrer Tonsprache sehr beeindruckend waren. Ihnen folgte lebhaft "Soon Ah Will Be Done" von W. L. Dawson, ruhig "I Will Lift Up Mine Eyes" von M. Lauridsen und "Cantate Domino" von V. Miskinins in hymnischer Manier.

Nach der Pause wurde das Programm fortgesetzt mit einem äußerst lebhaften Chorgesang: "Mein kleiner grüner Kaktus", "Ausgerechnet Bananen" und "Ich wollt' ich wär ein Huhn". Allen Liedern war gemeinsam, dass sie mit Elan und großer Stimmkraft dargeboten wurden. Hymnisch und stimmgewaltig erklang "Ein Freund, ein guter Freund". Eine weitere Hymne bildete "Bel ami" von Theo Mackeben. Anschließend erzeugte "If the Day is Done" eine ruhevolle Stimmung, fortgesetzt in "Sweet dreams" in weihevoller Ausdrucksweise. Der elegische "Earth Song" von Michael Jackson beklagte das zerstörerische Handeln mancher Menschen gegenüber der Natur. Als Zugaben ertönten "Halleluja" von David Cohen und nochmals "Ein Freund, ein guter Freund". Für die Darbietung gab es viel Applaus.
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