Baugenossen sparen Dividende

Für den ehrenamtlichen Einsatz bedankte sich die Baugenossenschaft bei Hubert Kellner und Ulrich Brand. Das Bild zeigt von links zweiten Bürgermeister Karl Busch, Aufsichtsratsvorsitzenden Hubert Kellner, den ehemaligen Vorstand Ulrich Brand und Vorstandsprecher Andreas Herrmann.
Lokales
Waldershof
17.11.2015
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Mit schwarzen Zahlen hat die Allgemeine Baugenossenschaft Waldershof das Geschäftsjahr abgeschlossen. Dennoch verzichten die Mitglieder auf eine Dividende, um mehr Kapital für Investitionen anzusammeln.

Aufsichtsratsvorsitzender Hubert Kellner wurde bei der Versammlung für sein 15-jähriges ehrenamtliches Engagement geehrt. Er verdeutlichte, dass die Genossenschaft die Aufgabe, guten und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, voll erfülle. Der Aufsichtsrat habe allen Auftragsvergaben zur Instandsetzung und Renovierung der Gebäude zugestimmt.

Die Genossenschaft zählte zum Jahresende 127 Mitglieder mit einer Einlagensumme von 46 500 Euro. Der Jahresgewinn betrug 11 715 Euro. Nach der Vorstellung der Zahlen für 2014 und dem Bericht der Prüfungsgesellschaft stellte der Aufsichtsratsvorsitzende fest, dass die Ertragslage des Unternehmens noch zufriedenstellend sei. Für dieses und die kommenden Jahre würden die Investitionen allerdings auf ein Mindestmaß zurückgefahren. Der in die Jahre gekommene Wohnungsbestand brauche weiterhin Pflege und Erneuerung, um für Mieter attraktiv zu sein. "Wir wollen uns als Unternehmen dauerhaft stabilisieren", sagte Kellner. Der Verzicht auf Dividende bedeute mehr Geld für Investitionen. Die Mitglieder waren damit einverstanden. Vorstandsmitglied Ulrich Brand schied mit Erreichen der Altersgrenze nach sechs Jahren aus dem Gremium aus. Sein Nachfolger ist Werner Schöffel, der vom Aufsichtsrat in den Vorstand wechselt. Vorstandsprecher Andreas Herrmann dankte Brand für seinen herausragenden Einsatz und das handwerkliche Geschick bei vielen Arbeiten.

Herrmann erinnerte daran, dass 2014 über 127 000 Euro investiert wurden. 2015 lägen die Kosten für Sanierungsarbeiten bei etwa 56 000 Euro. In diesem Jahr habe es bereits 23 Mieterwechsel gegeben. Die Nachfrage nach Wohnungen sei groß, allerdings scheitere es meistens schon bei der Frage, ob Haustiere erlaubt, eine Zentralheizung oder ein Balkon vorhanden sind. Aktuell sei eine Wohnung frei.

Der Sprecher bedankte sich bei allen Mietern, die kleine Reparaturen selbst erledigen und die Hausordnung erfüllen. Als verlässlichen Partner für Mieter und Handwerker würdigte zweiter Bürgermeister Karl Busch die Baugenossenschaft. Sie sorge mit dafür, dass es in Waldershof guten und bezahlbaren Wohnraum gebe.
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