CSU lobt eigene "goldrichtige Entscheidungen" - Kritik am Sporthallen-Standort
Bei Steuerkraft in den Top 100

Lokales
Waldershof
17.03.2015
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Der Haushalt und der Bau der Sporthalle waren zwei wesentliche Punkte im Rückblick des stellvertretenden CSU-Fraktionssprechers im Stadtrat, Hilmar Wollner. Bei der Jahreshauptversammlung der CSU ging er auf den einstimmig verabschiedeten schuldenfreien Haushalt ein.

Gute Einkommenslage

Trotz rückläufiger Bevölkerungszahl sei die Einkommenssteuer-Beteiligung in Waldershof wieder gestiegen: "Ein Zeichen dafür, dass in Waldershof viele Menschen mit einem guten Einkommen wohnen." So gesehen seien die Entscheidungen in den vergangenen Jahrzehnten, getragen von der CSU- und Wählerbund-Mehrheit, goldrichtig gewesen. "Die Regierung Hubert Kellner und die ,schwoaze Brout', wie sie oft genannt wird, hat gut gearbeitet", folgerte Wollner.

Waldershof habe in Bezug auf die Steuerkraft den Sprung von Platz 1700 unter die Top 100 der Gemeinden in Bayern geschafft, unterstrich der Sprecher. Waldershof habe im vergangenen Jahr sechs Millionen Euro Gewerbesteuer eingenommen, dazu kam der Einkommenssteuer-Anteil von 1,8 Millionen Euro. Rund 2,7 Millionen Euro musste die Stadt an Kreisumlage zahlen, knapp zehn Prozent der gesamten Summe, obwohl Waldershof nur gut fünf Prozent der Bevölkerung im Landkreis habe.

Hilmar Wollner betonte, dass die CSU nicht gegen den Bau einer Sporthalle sei, aber gegen den jetzt beschlossenen Standort. Das Konzept von SPD und Freien Wählern sei nicht stimmig. Er sei überzeugt, dass die genannten Kosten von 2,35 Millionen Euro bei weitem nicht ausreichen werden. Das vorgesehene Gelände sei hervorragend für eine Wohnanlage geeignet: "Hier würden wir Leben ins Zentrum unserer Stadt bringen." Fachleute bestätigten, dass solche Wohnungen sehr gefragt seien. Die Bürgermeisterin weise immer auf die sechs Bauparzellen am Kirchsteig hin. "Wir haben früher nie in Sechser-Einheiten gedacht, eher in Sechziger-Einheiten", meinte Wollner. Nur deshalb stehe Waldershof heute so gut da.

Stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender Roland Grillmeier lobte die Waldershofer CSU für ihre hervorragende Arbeit. Anschließend ging er auf die Kreispolitik ein. Erfreulich sei, dass die Kreisumlage wohl um ein Prozent gesenkt werden könne.

Schlankes Landratsamt

Weiter wies er auf ein Gutachten hin, wonach am Landratsamt 30 Personen zu viel beschäftigt seien. Es sei viel politischer Mut gefordert, dies zu ändern. Grillmeier fordert den Landrat und die Verwaltung auf, Vorschläge zu machen, das Landratsamt schlanker zu machen. Auch die CSU und die Liste Zukunft Tirschenreuth würden dazu Vorschläge bringen.
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