Defi: Rasch und richtig handeln

Interessierte Bürger und Mitarbeiter der Stadt Waldershof bekamen am Dienstagabend eine Ersteinweisung. Klaus Meusel (rechts) zeigte den Umgang mit dem Defibrillator. Im Anschluss übten die Teilnehmer die Herzdruckmassage. Bild: lpp
Lokales
Waldershof
19.03.2015
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"Hoffen wir, dass der Defibrillator nie gebraucht wird", hieß Bürgermeisterin Friederike Sonnemann die Teilnehmer eines Schulungsabends willkommen. Am Rathaus installiert, soll das Gerät im Notfall dafür sorgen, dass ein aus dem Takt geratenes Herz wieder richtig schlägt.

Die Initiative zur Anschaffung des Defibrillators ging vom Kinderbasarteam aus, das den Grundstock schuf (wir berichteten). Unterstützung kam vom Lions-Club. Stationiert ist der stets zugängliche Defibrillator am Rathaus.

Umfassende Informationen kamen von Klaus Meusel, der das Gerät am Dienstagabend in der Jobst-vom-Brandt-Schule vorstellte und eine Ersteinweisung gab. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und interessierte Bürger hatten hier die Möglichkeit, sich den Einsatz des Defibrillator genau erklären zu lassen.

Schnell war klar: Die Anwendung ist gar nicht kompliziert, das Gerät wirklich einfach zu bedienen. Der Defibrillator gibt auch die Frequenz für die Herzdruckmassage vor. "Haben Sie keine Angst, den Defibrillator im Ernstfall anzuwenden", bat Rettungssanitäter Klaus Meusel. Er legte den Ersthelfern ans Herz, sich bei der Herzdruckmassage möglichst regelmäßig abzuwechseln. Wichtig sei zudem, auf den Untergrund zu achten, auf dem der Verletzte und zu Reanimierende liegt. Die lebensrettenden Maßnahmen sollten möglichst bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchgeführt werden, bat Meusel. "Wenn dem Ersthelfer aber vorher die Kräfte ausgehen oder er sich selbst in Gefahr bringt", dürfe er die Hilfe abbrechen. Bei einer Herzdruckmassage an Übungspuppen konnten die Teilnehmer der Schulung via Computer Geschwindigkeit und Stärke ihrer Wiederbelebungsmaßnahmen überprüfen. Dabei stellten die Übenden fest, wie kräftig bei einer Herzdruckmassage gedrückt werden muss. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann dankte dem Kinderbasarteam um Anja Friedrich und dem Lions-Club für die Anschaffung des Defibrillators. Sie wies zudem darauf hin, dass zum Schutz des Gerätes am Rathaus eine Videoüberwachung installiert ist. Damit solle Missbrauch und Vandalismus vorgebeugt werde. Weitere Defibrillatoren gibt es in Waldershof in der katholischen Kirche, im Schwimmbad und im Bauhof.
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