Diskussion auf Augenhöhe

Die Freien Wähler nutzten die Jahresversammlung, um zweitem Bürgermeister Karl Busch nachträglich zu dessen 65. Geburtstag zu gratulieren. Am Jubeltag selbst war Busch in Urlaub. Vorsitzender Helmut Kerwin (links) und Fraktionssprecherin Gisela Kastner (rechts) wünschten alles Gute, weiterhin viel Gesundheit und Schaffenskraft. Sie übergaben einen Präsentkorb. Bild: iv
Lokales
Waldershof
24.03.2015
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Mit dem Erfolg bei den Kommunalwahlen wuchsen auch Aufgaben und Verantwortung der Freien Wähler in Waldershof. Immerhin stellen sie den zweiten und dritten Bürgermeister.

In der Jahreshauptversammlung am Sonntagabend im Gasthaus "Zur Kösseine" zeigten sich die Freien Wähler selbstbewusst. Vorsitzender Helmut Kerwin unterstrich: "Es gilt erfolgreiche und effektive Arbeit zum Wohle der Stadt und der Bürger zu leisten." Der FW-Ortsverband habe 24 Mitglieder.

In mehreren Sitzungen befassten sich die Freien Wähler mit Themen der Stadtratssitzungen, diskutierten über die Errichtung eines Wohnmobilstellplatzes und den Neubau der Schulsporthalle. Die Bürgerstammtische habe man vorerst ausgesetzt. Ein neues Konzept sei in Planung. Auch heuer wollen die Freien Wähler das Ferienprogramm der Stadt Waldershof mitgestalten und sich am Weihnachtsmarkt beteiligen. Äußerst wichtig sei die Werbung von neuen Mitgliedern. Hier bat Kerwin um Unterstützung.

Fraktionssprecherin und dritte Bürgermeisterin Gisela Kastner verwies in ihrem Bericht aus dem Stadtrat auf eine "ganz neue Situation" seit Mai 2014. "Die Mehrheitsverhältnisse haben sich dramatisch verändert." Neue Möglichkeiten täten sich auf. Sie sprach von Chancen, die es in den sechs Jahren davor nicht gegeben habe. "Die Gestaltungsmöglichkeiten haben enorm zugenommen." Die Zusammenarbeit mit Bürgermeisterin Friederike Sonnemann und der SPD-Fraktion bezeichnete Gisela Kastner als gut. Die Bereitschaft Kompromisse zu finden und umzusetzen sei vorhanden. "Strittige Punkte werden auf Augenhöhe ausdiskutiert." So gebe es in den Sitzungen kaum Konflikte. Dies bedeute nicht, "dass wir der gleichen Meinung wie die SPD sind". Kastner: "Wenn wir einen angedachten Weg nicht mitgehen können, sagen wir dies auch deutlich. Unser Weg ist, in Gesprächen tragfähige Kompromisse auszuloten und so unsere Haltung und Meinung in umsetzbare Entscheidungen einzubringen." Gisela Kastner griff einige Themen, wie Wegebau im Friedhof, Neubau der Schule, Mehreinstellung an Bauhofmitarbeitern und Bau einer neuen Sporthalle, auf. Auch erläuterte sie ausführlich die oft unterschiedlichen Meinungen zur Opposition. Zusammenfassend sagte sie abschließend: "Die Freien Wähler bringen sich nicht nur im Stadtrat, sondern darüber hinaus aktiv im gesellschaftlichen Leben der Stadt ein." Einen kurzen Bericht gab auch zweiter Bürgermeister und Seniorenbeauftragter Karl Busch. Seine Arbeit sei mit hohem Zeitaufwand verbunden. Er mache sie aber gerne. Ein Dank ging an Bürgermeisterin Friederike Sonnemann für die gute Unterstützung, aber auch für gewisse Freiheiten, die sie ihm gewähre.

Oma-Börse

Weitere Berichte kamen von Michaela Härtl zum Thema Leseclub und Hilde Schug zum Thema Kinder- und Familienarbeit sowie Oma-Börse. Peter Hochmuth befasste sich kurz mit dem Thema Wohnmobilstellplatz beim Schwimmbad, der zur Steigerung der Attraktivität der Stadt beitrage.
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