Ein Verehrer der "Resl"

Lokales
Waldershof
29.08.2015
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Er wuchs im Fichtelgebirge auf und machte sein Abitur in Fockenfeld. Pfarrer Bernd Philipp kommt nun zurück in die "Heimat". Er übernimmt die Seelsorge in Waldershof und Poppenreuth.

Pfarrer Bernd Philipp wirkt ab Dienstag, 1. September, in der Pfarrei St. Sebastian Waldershof und der Expositur Mariä Heimsuchung Poppenreuth. Der 53-Jährige freut sich auf seine neue Aufgabe. Er kam in Wunsiedel zur Welt und wuchs in Nagel auf. Er kennt sich in der Region also bestens aus.

Den ersten Gottesdienst in der Waldershofer Stadtpfarrkirche feiert Philipp am Dienstag um 19 Uhr. Anschließend ist bei einem Stehempfang ein erstes Kennenlernen mit den Gläubigen geplant. Die offizielle Einführung als neuer Stadtpfarrer von Waldershof ist für Oktober vorgesehen und wird von Dekan Hans Klier (Dekanat Kemnath-Wunsiedel) vorgenommen. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

Pfarrer Bernd Philipp wurde am 6. Juni 1962 in Wunsiedel geboren. Nach dem Besuch der Hauptschule in Tröstau, wo er den qualifizierenden Abschluss machte, wechselte er an die Spätberufenenschule nach Fockenfeld. "Mein Berufswunsch war schon immer, Priester zu werden." Nach fünf Jahren in Fockenfeld ("dort wurde schon viel verlangt") legte Philipp an der Spätberufenenschule 1982 das Abitur ab. Das Gymnasium hatte damals noch über 80 Schüler; heute sind es rund 50 weniger.

In Heiligenkreuz

Theologie studierte Bernd Philipp an der Universität Regensburg und an der Päpstlichen Hochschule Heiligenkreuz bei Wien. 1990 folgte die Diakonenweihe in Nabburg. Ein Jahr später am Peter- und Paul-Fest Ende Juni erhielt er im Regensburger Dom durch Bischof Manfred Müller die Priesterweihe. Die ersten zwei Jahre als Kaplan verbrachte der Seelsorger in Riedenburg, die beiden nächsten Jahre war er Kaplan in St. Wolfgang in Landshut. 1995 trat er seine erste Pfarrstelle in Gottfrieding bei Dingolfing an. Schon drei Jahre später kam er als Pfarrer in die Nähe seiner Heimat, als er die Pfarrei in Kulmain übernahm. Dort wirkte er zehn Jahre. Im Jahr 2008 wurde er als Pfarrer nach Obertraubling berufen, ehe die Diözese jetzt seiner Bewerbung als Stadtpfarrer von Waldershof zustimmte. Der 53-Jährige übernimmt die Nachfolge des aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Stadtpfarrers Johannes Wolff, der 34 Jahre lang in der Kösseinestadt wirkte. "Ich habe mich für Waldershof beworben, weil ich wieder näher an meiner Heimat arbeiten wollte", erzählt Bernd Philipp im Gespräch mit unserer Zeitung. Seine Eltern leben in Nagel. Die Orte Nagel und Waldershof sind gerade mal 14 Kilometer voneinander entfernt. Der Seelsorger wird vorübergehend in Nagel wohnen, da der Pfarrhof in Waldershof grundlegend saniert wird, was einige Zeit in Anspruch nimmt.

Jubiläum

Bernd Philipp kennt seine neue Pfarrei gut. "Schon als Kind habe ich hier öfter den Gottesdienst besucht." Auch mit der Geschichte ist er gut vertraut. "In drei Jahren feiert unsere neue Pfarrkirche das 50-jährige Bestehen. Sie wurde 1968 eingeweiht." Besonders freut sich der Stadtpfarrer auf die Begegnungen und Gespräche mit den Gläubigen. Unterstützung in der umfangreichen Arbeit in Waldershof und Poppenreuth findet er bei Pfarrer Robert Ploß, der weiter als Krankenseelsorger tätig bleibt. Großen Wert legt Philipp auf die Liturgie und auf die Feier von Gottesdiensten. Im Gespräch mit unserer Zeitung weist er auch darauf hin, dass er ein großer Verehrer der "Konnersreuther Resl" ist. "Die fünf Jahre in Fockenfeld und meine vielen Besuche in Konnersreuth haben mich geprägt." Bernd Philipp: "Ich persönlich habe der ,Resl' viel zu verdanken. Wenn ich nicht mehr weiterwusste, habe ich ihr Grab besucht. Sie hat meine Berufung zum Priester unterstützt."

Als Hobbys nennt der Pfarrer die Natur, Spazierengehen und Lesen. "Wichtig sind mir die Menschen. Ich will nahe bei ihnen sein." Nicht zuletzt möchte er eng ins Gemeindeleben eingebunden und Seelsorger im wahrsten Sinne des Wortes sein.
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