Eine Aufgabe fürs Leben

Kreisgartenfachberaterin Manuela Pappenberger (stehend) referierte im Waldershofer Bürgertreff. Rechts daneben Sonja Kaatz, die das Programm "Soziale Stadt" koordiniert. Bild: wro
Lokales
Waldershof
06.10.2015
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Manuela Pappenberger ist Gärtnerin mit Leib und Seele. Die Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Tirschenreuth referierte im Bürgertreff und gab Tipps zur Gestaltung eines pflegeleichten Gartens.

Eine kleine Schar von Hobbygärtnern lauschte interessiert. Gerne beantwortete die Referentin bei ihrem Vortrag im Alten Rathaus einige "brennende" Fragen zum heimischen Nutz- und Ziergarten. Ob Unkraut wirklich Unkraut ist, blieb am Montagabend zwar unbeantwortet, dafür aber wartete die Fachberaterin mit vielen interessanten Anregungen auf. Manuela Pappenberger stellte fest: "Der Garten hält fit und man hat eine Aufgabe fürs Leben."

Dass ein schöner, bunter und gepflegter Garten Arbeit macht, wissen viele aus leidiger Erfahrung. Dennoch wollte die Referentin niemandem seine bunten Balkon- oder Blumenbeete madig machen. Ob es aber wirklich blühende Landschaften und üppige Gemüsegärten sein müssen oder ob es auch eine bunte, etwas "wildere" Blumenwiese sein darf, das müsse jeder für sich entscheiden. Der heimische Garten sei ja auch ein wichtiger Teil der Freizeitgestaltung. Manuela Pappenberger empfahl bereits bei der Planung Ruhezonen vorzusehen. Freizeit und Garten stünden ja nicht im Widerspruch zueinander. Die Expertin riet, den eigenen Garten praktisch anzulegen.

Das Fazit des Abends: Es gibt ihn schon, den pflegeleichten Garten. Dafür präsentierte Manuela Pappenberger genügend Beispiele. Man müsse halt nur wissen, wie es geht. Auch hier gelte das Sprichwort "Jeder ist seines Glückes Schmied." Die Fachberaterin am Landratsamt bot ihre Unterstützung an, überzeugte mit großem Fachwissen und plädierte schließlich dafür, bereits bei der Gartenplanung an später zu denken. "Schließlich werden wir alle nicht jünger." Der Tipp der Fachfrau: Eine Verzahnung von Arbeit und Ruhe im Garten schaffen. Aber ganz ohne Geduld und Zuwendung gedeihe auch im pflegeleichten Garten nichts.

Der Raum und auch der Zuhörerkreis beim Vortrag waren, wie Sonja Kaatz (Mitarbeiterin im Waldershofer Programm "Soziale Stadt") betonte, bewusst klein. Nicht die Masse, sondern die Qualität der Referate stehe im Vordergrund der Reihe, die noch weitere, interessante Vortragsabende im Bürgertreff vorsehe.
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