FGV braucht Fördermittel

Info-Besuch beim Fichtelgebirgsverein: Im Bild von links Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, Peter Winter, Vorsitzender des Haushaltsausschusses im Landtag, Landrat Dr. Karl Döhler, FGV-Hauptvorsitzender Heinrich Henniger, Rainer Schreier und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel. Bild: privat
Lokales
Waldershof
07.04.2015
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Die Hütten des Fichtelgebirgsvereins sind bei Alt und Jung geschätzt. Wanderer und Ausflügler machen hier gerne Rast. Doch der Unterhalt kostet Geld. Auch stehen Investitionen an. Der FGV bittet deshalb um Zuschüsse.

"Der Fichtelgebirgsverein prägt wie kaum ein anderer Verein unsere Heimat, das Fichtelgebirge", bestätigte Landtagsabgeordneter Tobias Reiß beim Besuch der Hauptgeschäftsstelle des Fichtelgebirgsvereines. "Der Unterhalt seiner Immobilien stellt den FGV vor immer größere Herausforderungen. Neue Aufgaben sind Energieversorgung, Wasser- und Abwasseranlagen oder Aufwendungen für Sanitär und Brandschutz. Die Unterkunftshäuser des FGV stehen allen Wanderern im Fichtelgebirge zur Verfügung." Neben den Landtagsabgeordneten Martin Schöffel, Tobias Reiß und Peter Winter nahmen auch Landrat Dr. Karl Döhler sowie der Hauptvorsitzende des FGV, Heinrich Henniger, und der FGV-Ortsvorsitzende von Bischofsgrün, Rainer Schreier, an dem Gespräch teil.

Fünf Unterkunftshäuser

Die Asenturm-Tagesgaststätte auf dem Ochsenkopf und das Unterkunftshaus Seehaus stellen aus Sicht des FGV einen Investitionsschwerpunkt in den nächsten Jahren dar. Der Fichtelgebirgsverein ist Eigentümer von insgesamt fünf Unterkunftshäusern im Fichtelgebirge, die von Pächtern betrieben werden. Des Weiteren kümmert sich der Verein in großer Bandbreite um Heimatpflege, Naturschutz und Markierung von Wanderwegen. Durch rund 17 600 Mitglieder erfahre der Verein große Wertschätzung unter Einheimischen und Touristen gleichermaßen, so Henniger. Im Vorfeld des Gesprächs hatten sich Reiß und Schöffel bereits an mehrere Stellen gewandt, um mögliche Fördermöglichkeiten abzuklären. Dabei kristallisierte sich heraus, dass Mittel aus der Wirtschaftsförderung für Gastronomen in Frage kommen und der FGV Anträge zu einem Förderprogramm für Wanderwege und Gartenschauen stellen könne.

Martin Schöffel und Tobias Reiß erklärten, dass weitere Fördermöglichkeiten für jeden Fall einzeln geprüft werden müssten. Peter Winter stimmte dem zu und ergänzte, dass erst eine vollständige Kostenermittlung vorliegen müsse, um mögliche Unterstützungsmaßnahmen abklären zu können. "Wir freuen uns sehr, dass unser Haushaltsausschussvorsitzender Peter Winter sich persönlich ein Bild von der Arbeit des FGV gemacht hat", so Martin Schöffel und Tobias Reiß übereinstimmend. Heinrich Henniger: "Dem Fichtelgebirgsverein ist es in den vergangenen Jahren gelungen, hohe Investitionen vorzunehmen und gleichzeitig Schulden zu tilgen. Hohe Sanierungskosten insbesondere auf dem Ochsenkopf zwingen uns nun dazu, weitere finanzielle Hilfe zu suchen. Der FGV ist stets bemüht, Einsparungsmöglichkeiten zu finden", versicherte Henniger. "Die nötigen Kanalarbeiten, Abwasser- und Brandschutzmaßnahmen sind jedoch sehr kostenintensiv."

Leuchttürme

Rainer Schreier stellte den hohen Wert des FGV in der Region heraus: "Unsere Hütten sind Leuchtturm-Einrichtungen und Aushängeschilder. Das ist für den Tourismus fundamental." Der FGV trägt derzeit Sorge für die Instandhaltung der Asenturm-Tagesgaststätte und der vier Unterkunftshäuser Kösseinehaus, Seehaus, Waldsteinhaus und Marktredwitzer Haus. Henniger freute sich über die Sanierung des Asenturms in der Vergangenheit, die von der Oberfrankenstiftung kräftig bezuschusst wurde. Für die Zukunft hoffe er auch weiterhin auf die Unterstützung der Regierung. Martin Schöffel: "Der Fichtelgebirgsverein ist unser Stolz. Wir alle fühlen uns ihm verpflichtet."
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