"Für uns wäre das ideal"

Lokales
Waldershof
20.12.2014
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19 mal 32 Meter könnte die Grundfläche messen, mit den Nebenräumen 908 Quadratmeter. Bauen könnte Waldershof die Sporthalle auf dem Platz, auf dem jetzt noch die Hauptschule steht. Wohlgemerkt könnte. Die Stadträte diskutierten am Donnerstag zwar, eine Entscheidung steht aber noch aus.

Architekt Peter Hilgarth stellte in der Stadtratssitzung die Pläne für eine Sporthalle vor, wie sie für das Stellen eines Zuschussantrags bei der Regierung der Oberpfalz nötig waren. Dabei legte Hilgarth die Idee zugrunde, das Hauptschulgebäude abzureißen. So könnte die neue Sporthalle komfortabel über den bestehenden Verbindungsgang an die Grundschule "angedockt" werden. Von der Schule aus erreichen Kinder und Sportler die Turnhalle über ein kleines Foyer (links und rechts davon Umkleideräume, Toiletten und Geräteräume), so die Pläne von Peter Hilgarth.

Die Bauweise sei einfach gehalten, nach Süden eine Verglasung mit Beschattung vorgesehen. Die lichte Höhe betrage 5,50 Meter. Die auf dem Hauptschuldach montierte Photovoltaikanlage könnte auf dem Flachdach der neuen Sporthalle wieder installiert werden. Peter Hilgarth: "Die Planung ist auf das Notwendigste abgestimmt." Deshalb sei die Halle für 2,165 Millionen Euro baubar. Noch hinzu kämen die Kosten des Hauptschulabbruchs. Für Tennis sei der Hallenboden nicht geeignet, beantworte Peter Hilgarth eine Nachfrage aus dem Stadtratsgremium. "Einfaches Üben geht schon." In einem von ihm eingeplanten Abstellraum ließe sich auch eine kleine Küche unterbringen.

Michaela Härtl, Stadträtin der Freien Wähler und Lehrerin an der Jobst-vom-Brandt-Schule, hakte nach, weil bislang kein Raum für Stühle und Bänke vorgesehen sei. Die würden aber gebraucht, wolle man in der Halle auch Veranstaltungen halten. Peter Hilgarth klärte auf: Derzeit ist eine reine Sporthalle, keine Veranstaltungshalle geplant. Jürgen Ranft (SPD) wollte wissen, ob eine Abtrennung der Halle möglich sei. Hilgarth: "Derzeit ist in den Kosten keine Trennwand vorgesehen." Sie ließe sich aber einbauen. Nach mehreren Nachfragen klärte Josef Kaiser (Stadtverwaltung) auf: "Die Regierung der Oberpfalz fördert nur eine Kleinsporthalle." Der Kostenrichtwert dafür: 950 300 Euro. Alles was darüber hinaus gehe, müsse die Stadt selbst finanzieren. Eine sogenannte Einfachhalle, wie noch vor zwei Jahren in Aussicht gestellt, sei nicht mehr förderfähig.

Zusätzliche Kosten

Mario Rabenbauer hatte Bedenken, dass die Stellplätze ausreichen. Auch sei wohl Geld für das Sanieren der Straße (Beschädigungen durch schwere Baumaschinen) einzuplanen. Aus Sicht der Schule erklärte Michaela Härtl: "Für uns wäre diese direkt an die Schule angebundene Sporthalle ideal." Willibald Reindl (Wählerbund) fragte: "Was passiert mit der alten Turnhalle?" Zwei könne sich die Stadt vermutlich nicht leisten. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann wies darauf hin, dass in der alten Halle nur der Schulsport eingeschränkt worden sei. Vereine dürften sie nutzen.

Gisela Kastner (Freie Wähler) schätzte, dass die von Peter Hilgarth geplante Halle für Veranstaltungen mit bis zu 400 Menschen nutzbar sei. Deshalb sollte man nach Möglichkeiten suchen, wo die nötigen Stühle untergebracht werden könnten. Hilmar Wollner (CSU) glaubte nicht, dass 2,2 Millionen Euro reichen. "Wenn man alle Kosten einrechnet, steht wohl eine Drei vorne dran." Günter Raithel (SPD) war wichtig: "Priorität sollte der Bau einer Sporthalle haben. Darauf warten doch alle." Veranstaltungshallen gebe es in Waldershof bereits, wobei Raithel auf Schulaula und Pfarrheim verwies. Auch Stefan Müller (CSU) hielt eine Veranstaltungshalle für nicht unbedingt notwendig. Jürgen Ranft (SPD) pflichtete bei: "Für eine Bürgerversammlung wäre die vorgestellte Sporthalle ausreichend."

Gerhard Greger (SPD) sprach mit Blick auf die Pläne von einer bezahlbaren, idealen Lösung. Hubert Kellner (CSU) mahnte, das Raumprogramm zukunftssicher zu gestalten. Gisela Kastner war froh: "Grundsätzlich scheint niemand komplett gegen die vorgestellte Variante zu sein." Nun wollen die Fraktionen die Ideen bündeln und sich abstimmen, um dann einen Beschluss zum Sporthallenbau zu fassen.
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