Gerätehaus: Umgestaltung stockt

Sollten unsere Kreisführungskräfte eingebunden gewesen sein, müssen diese geschlafen haben.
Lokales
Waldershof
26.01.2015
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Die Feuerwehr Waldershof braucht dringend mehr Aktive und will nun verstärkt werben. Kommandant Stefan Müller wandte sich deshalb am Samstag auch an Bürgermeisterin Friederike Sonnemann.

Der Kommandant überreichte Sonnemann einen Aufnahmeantrag für den Feuerwehrverein und meinte: "Solltest du auch aktives Mitglied werden wollen, können wir das sofort erledigen. Bei dir lass ich sogar die sonst übliche Probezeit wegfallen."

Mit einem umfassenden Bericht schilderte Kommandant Stefan Müller bei der sehr gut besuchten Jahresversammlung der Waldershofer Feuerwehr Einsätze und Aufgaben. 2014 rückte die Wehr 41 Mal aus. In der Bilanz stehen 890 Stunden der Aktiven. Auffallend sei die Zunahme an Verkehrsunfällen. Der gravierendste Einsatz sei der schlimme Verkehrsunfall auf der A 93 mit vier Toten gewesen. Insgesamt errechnete Müller rund 4400 Stunden, wobei allein für Übungen rund 1600 Stunden anfielen. Die Zahl der Aktiven bezifferte Müller mit 37.

Bürgermeisterin Friederike Sonnemann bescheinigte der Kommandant ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr. Ins Stocken geraten sei die Umgestaltung des Feuerwehrhauses und des Gerätehaus-Vorplatzes. Ihm sei klar, dass vor 2016 nichts passieren werde. Müller betonte jedoch, dass bei einer Umgestaltung die Weichen für die kommenden 20 bis 30 Jahre gestellt werden müssen. Eindeutig sprach er sich dafür aus, die Feuerwehr am jetzigen Standort zu lassen.

Höherer Zuschuss

Versäumt habe man, einen Zuschussantrag für ein neues LF 20 zu stellen. Doch sei jetzt sogar ein höherer Zuschuss zu erwarten. Allerdings müsse das Fahrzeug mit einem Löschwassertank von 2500 Litern bis Ende 2016 angemeldet sein. Nicht voran gehe die Umstellung auf Digitalfunk. Vor allem die Lieferung der Geräte bereite Probleme, wusste der Kommandant. Dennoch werde man schnellstmöglich mit den Schulungen beginnen. In diesem Zusammenhang bedauerte Müller, dass die komplette taktisch-technische Betriebsstelle an die ILS Nordoberpfalz abgegeben worden sei. Eine landkreiseigene Lösung wäre seiner Meinung nach besser gewesen. Noch immer nicht gelöst seien die Probleme bei der Alarmierung, so Stefan Müller weiter.

Sauer stoße ihm nach wie vor die Entscheidung auf, die Atemschutzstrecke von Tirschenreuth nach Neuhaus bei Windischeschenbach zu verlegen. Müller: "Sollten unsere Kreisführungskräfte, ich spreche da vom Kreisbrandrat und den Inspektoren, bei dieser Entscheidung mit eingebunden gewesen sein, müssen diese geschlafen haben." Man könne solche Entscheidungen doch nicht befürworten, ohne die Wehren zu fragen. Waldershof werde seine Wartungen künftig in Marktredwitz durchführen lassen.

Eindrucksvolle Schauübung

Ein Höhepunkt war laut Kommandant im vergangenen Jahr die gemeinsame Schauübung aller acht Waldershofer Ortswehren bei der Aktionswoche. Die Zusammenarbeit sei hervorragend gewesen. Sorgen bereite ihm die personelle Situation. Der Feuerwehrverein sei gefordert, mehr Aktive für die Wehren zu werben. Quereinsteiger zu gewinnen und die Einführung einer Kinderfeuerwehr könnten Lösungsansätze sein.

Für den verhinderten Jugendwart Patrick Bayer gab Müller einen Kurzbericht. Er verwies auf zahlreiche Übungen und Unterrichtseinheiten, die Teilnahme am Jugendleistungsmarsch in Beidl sowie den Jugend-Wissenstest. Ziel sei, die sechsköpfige Jugendgruppe deutlich aufzustocken.
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