Jetzt gilt "jetzt erst recht"

Lokales
Waldershof
22.08.2015
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Der weißblaue Himmel strahlte mit den gut 500 Besuchern um die Wette. Und dann die Riesenenttäuschung: Die Waldershofer scheitern an der "Dorfmission". Aufgeben aber tun sie aber deswegen noch lange nicht.

Hätte die Kösseinestadt die Aufgabe gemeistert, wären ihr 100 000 Klicks auf dem Punktekonto gutgeschrieben worden. Und die Chance ins Dorffest-Finale einzuziehen, wäre in greifbare Nähe gerückt. Doch leider konnte die anspruchsvolle Aufgabe nicht gelöst werden. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann rief dazu auf, die Köpfe nicht allzu sehr hängen zu lassen, sondern weiter fleißig zu klicken. "Vielleicht schaffen wir es dennoch".

Die Waldershofer strömten am Freitag in Scharen zum Parkplatz am Hammerrang. Sie wollten unbedingt mithelfen, dass dieses Großereignis in die Kösseinestadt kommt. Am 12. September richtet Bayern 3 beim Sieger des Wettbewerbs kostenlos das große Dorffest aus. Im vergangenen Jahr besuchten über 50 000 Menschen die Abschlussveranstaltung.

Bayern 3-Moderatorin Claudia Finger-Erben heizte den Zuschauern mächtig ein. "Habt ihr einen Schlachtruf", fragte sie die euphorisierte Menge. "Eins, zwei, drei, vier, dieses Spiel gewinnen wir. Fünf, sechs, sieben, acht, die Gegner werden platt gemacht" hallte es der Moderatorin von fußballbegeisterten Jungs entgegen.

Das Warm-Up machte die Waldershofer noch optimistischer, dass sie ihre Aufgabe erfolgreich schaffen. Pünktlich um 16 Uhr öffnete Claudia Finger-Erben den geheim gehaltenen Umschlag und stellte die Aufgabe vor. Dazu brauchte sie je 20 Frauen und Männer, die sich in einem Abstand von fünf Meter gegenüber aufstellen. Die Leute waren schnell gefunden. Der Werfer musste versuchen, einen Hüpfball (Flumi) in einen gegenüberliegenden Masskrug zu werfen, den der Fänger auf seinem Kopf hielt. Der Ball musste nicht nur in den Masskrug hinein, nein, er musste auch drin bleiben.

Damit die Aufgabe noch anspruchsvoller wurde, musste der Ball zwischendurch am Boden aufschlagen und erst dann in den Masskrug. Claudia Finger-Eiber versicherte, dass die Übung machbar ist. Dies habe die Rundfunkredaktion schon ausprobiert. Jeder der 20 Waldershofer Werfer hatte zunächst fünf Probeversuche. Da klappte es zunächst vielversprechend.

Und auch als es ernst wurde, schaute es gar nicht so schlecht aus. Der dritte Wurf saß, der sechste auch. Doch dann ließ die Zielgenauigkeit etwas zu wünschen übrig. Spannung keimte nochmals auf, als der zwölfte Wurf saß. Jetzt noch zwei Treffer. Überschäumende Freude, als auch der 16. Ball im Masskrug landete. Doch trotz aller Konzentration, es wollte einfach nicht mehr klappen. Vier Treffer waren einer zu wenig. Dabei waren drei Bälle schon im Krug, aber e sprangen wieder heraus. Riesenenttäuschung machte sich breit. Viele Besucher haderten mit der Schwere des Spiels.

Die Enttäuschung war förmlich zu spüren. Die verpassten 100 000 Zusatzpunkte müssen jetzt durch zusätzliche Klicks wettgemacht werden, soll Waldershof noch das Finale erreichen. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann fand als Erste wieder den Mut. "Jetzt gibt es nur eins: weiter klicken, klicken, klicken... Wir geben nicht auf, wir kämpfen weiter."

Selbst Moderatorin Claudia Finger-Erben war mitgenommen. "Ich drücke euch weiter von Herzen die Daumen." Ob es reicht, wird sich kommenden Donnerstag zeigen, wenn abgerechnet wird. An diesem Wochenende sind alle Waldershofer und die ganze Region aufgerufen, nochmals kräftig für Waldershof zu klicken, damit es mit dem Bayern 3-Dorffest doch noch klappt.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/4697163
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