Judo vermittelt auch Respekt

Das Interesse der Schüler der Jobst-vom-Brandt-Schule an Judo ist groß. 32 Kinder begannen das Training in der Sportarbeitsgemeinschaft. Die Leitung hat Helmut Neugebauer (rechts). Mit im Bild Schulleiterin Petra Andritzky, die die Sportarbeitsgemeinschaften unterstützt. Bild: jr
Lokales
Waldershof
25.10.2014
33
0

Das Angebot kommt an. 32 Kinder der Jobst-vom-Brandt-Schule sind dabei, wenn der Gong zum "Sport nach eins" ruft. Das Judo-Training macht den Mädchen und Buben großen Spaß.

Einmal pro Woche kommt Judo-Trainer Helmut Neugebauer an die Waldershofer Grundschule. Das Training läuft in Form einer Sportarbeitsgemeinschaft (SAG). Dahinter steckt eine Vereinbarung mit dem Judo-Club Marktredwitz und dem Freistaat Bayern, vertreten durch die Landesstelle für den Schulsport.

Die Initiative zu "Sport nach eins" ging vom Judo-Club Marktredwitz aus. Trainer und Vorsitzender Helmut Neugebauer schrieb mehrere Grundschulen im Umkreis an. Rektorin Petra Andritzky antwortete umgehend. In Waldershof meldeten sich 32 Zweit-, Dritt- und Viertklässler, so dass gleich zwei Sportarbeitsgemeinschaften gegründet werden konnten. Die Matten stellt der JC Marktredwitz zur Verfügung. Das Training findet in der Sporthalle der Schule statt.

Das Programm "Sport nach eins" läuft für die Kinder zum Nulltarif. Allenfalls einen Judo-Anzug, falls gewünscht, müssen die Eltern anschaffen. Für jede Sportarbeitsgemeinschaft zahlt der Freistaat Bayern pro Schuljahr einen Zuschuss an den kooperierenden Verein. Den Trainer, der eine offizielle C-Lizenz haben muss, bezahlt der Verein überwiegend aus eigenen Mitteln. Trainer Helmut Neugebauer zeigt sich insgesamt hoch zufrieden. Natürlich hofft er, dass einige Grundschüler künftig regelmäßig beim Judo-Club trainieren. Für ihn ist wichtig, Eltern und Schulleiterin vom pädagogischen Wert der Kampfsportart Judo zu überzeugen. Besonderes Augenmerk würde auf Regeln und Rituale gelegt. "Die Kinder sollen lernen, ihre natürliche Rauflust auszuleben, aber in einem Rahmen, der Negativ-Erfahrungen ausspart." Neugebauer fährt fort: "Respekt, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft sind wichtiger als ein Sieg und stärken die sozialen Kompetenzen." Somit sei ein Judo-Training auch ein Stück Werteerziehung. "Und natürlich ist Judo ebenso ein Werkzeug, um Koordination, Kraft, Ausdauer und vieles mehr zu entwickeln."

Gürtelprüfung

Die Zusammenarbeit mit der Grundschule sei ausgezeichnet. "Ich finde es toll, endlich einmal so homogene Anfängergruppen unterrichten zu können. Im Vereinstraining sind immer Anfänger und Fortgeschrittenere gemischt. Nun fangen alle bei null an und entwickeln sich gemeinsam als Judokas." Ziel ist am Schuljahresende eine Prüfung, bei der alle Kinder den weiß-gelben Gürtel erlangen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.