Kinder kochen gemeinsam

"Wir wollen unseren Leseclub noch vor Ostern öffnen", sagt Stadträtin und Initiatorin Michaela Härtl (links). Die ersten 1000 Bücher für Kinder und Jugendliche von der Stiftung "Lesen" sind bereits in Waldershof angekommen. Insgesamt stellt die Stiftung dem Waldershofer Leseclub Bücher im Gesamtwert von 8000 Euro zur Verfügung. Derzeit warten die Organisatoren auf das bestellte Mobiliar. Mit im Bild die Betreuer des Leseclubs: von rechts Hilde Schug, Gabriele Riedel, Leseclub-Mitglied Moritz und Petra Kripp
Lokales
Waldershof
20.02.2015
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"Wir haben da eine feine Lösung erreicht", freut sich Bürgermeisterin Friederike Sonnemann. In der Jobst-vom-Brandt-Schule ist nun eine kleine Mittagsbetreuung möglich.

Mehrere alleinerziehende Mütter seien auf das Angebot angewiesen, erläuterte die Bürgermeisterin in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend. Es sei keinesfalls als Konkurrenz zum Hort zu verstehen. Das Besondere: Eine Hauswirtschaftslehrerin bereitet das Essen in der Schule gemeinsam mit den Kindern zu. Das sei auch pädagogisch von Bedeutung. Zudem gelte es Erfahrungen im Hinblick auf eine offene Ganztagsschule zu sammeln. Eine Lösung gebe es auch bei der Mittagsbetreuung im Kindergarten "Piccolino" in Poppenreuth. Hier hat die Stadt "Essen auf Rädern" organisiert.

Warten auf Möbel

Fortschritte macht die Einrichtung des Leseclubs im Alten Rathaus. Stadträtin Michaela Härtl berichtete: "Die Eröffnung ist noch vor Ostern geplant." Verzögerungen habe es bei der Möblierung gegeben, da die Fördermittel erst jetzt im Februar genehmigt worden seien. Aber in vier Wochen sollen die Möbel aufgestellt sein. Herzlich dankte Härtl Mitarbeitern des städtischen Bauhofs. "Die haben die Räume wunderschön gestrichen und hergerichtet." Angela Burger (CSU) interessierte sich in diesem Zusammenhang für die Zukunft der Schulbibliothek. Da klärte Bürgermeisterin Friederike Sonnemann auf: "Wir müssen schauen, ob das Kosten-/Nutzen-Verhältnis passt." Möglicherweise seien ein paar Anpassungen nötig. "Aber die Bücherei bleibt." Das Instandsetzen maroder Straßen ist ein Dauerbrenner im Stadtrat. Künftig soll eine Prioritätenliste bei der Reihenfolge helfen. Über die Kriterien, wie diese "Notenskala" zustande kommt, informierte am Donnerstag Harald Götz (Ingenieurbüro für Tiefbau). Über die Verkehrsbedeutung der Straßen entscheide der Stadtrat. Die Kombination aus Straßenzustand und Verkehrsbedeutung bestimme die Dringlichkeit der Sanierung. 13 Straßen hat Götz schon "unter die Lupe" genommen. Am Beispiel der Klostergasse zeigte er die Vorgehensweise auf und kam überschlägig auf Kosten von über 200 000 Euro.

Abgelehnt hat der Stadtrat das Aufstellen eines Bebauungsplans zur Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage. Das gab die Bürgermeisterin aus der nichtöffentlichen Sitzung einer früheren Stadtratssitzung bekannt. Vergeben worden seien Rückbau und Erdarbeiten zur Revitalisierung der Rosenthal-Brache. Der SV Poppenreuth hat für 7500 Euro einen Neun-Sitzer-Bus gekauft und eine Tiefenlockerung des stark verdichteten Trainingsplatzes (1700 Euro) vorgenommen. Den Zuschussantrag bewilligten alle Stadträte und gewährten 1380 Euro (wie üblich 15 Prozent). Einstimmig beschlossen sie die Errichtung einer zusätzlichen Fluchttreppe im Kinderhaus St. Sebastian (20 000 Euro). Durch ein Abrücken der künftigen Ortsumgehung nach Süden wächst das Gewerbegebiet "Westlich der Marktredwitzer Straße" - zur Freude aller Stadträte - um etwa 4000 Quadratmeter. Die nötige Änderung des Bebauungsplans war deshalb Formsache.

Baumfällaktion

Wie am Ende der Sitzung zu erfahren war, fallen bereits an diesem Samstag elf Bäume im Stadtpark. Einige davon seien sowieso marode. Die Baumfällaktion markiere den Beginn der Umgestaltung des Stadtparks, meinte Bürgermeisterin Sonnemann.
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