Kräfte bündeln

Lokales
Waldershof
21.02.2015
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Vor einigen Monaten sorgte Professor Matthias Popp mit seiner Idee von einem Rathaus auf dem Gipfel der Kösseine für Diskussionen. Nun legt er nach, möchte den Kreis um die Gemeinden, die mitmachen, bis ins Stiftland ziehen.

"Das Fichtelgebirge ist die starke Identität stiftende Heimat der Menschen im Herzen Europas", formuliert Matthias Popp im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Orte in der Region seien alle sehr ähnlich strukturiert, doch herrsche oft noch Kirchturmdenken vor.

"Da müssen wir eine Bündelung der Kräfte erreichen", hofft Popp. "Es kann doch nicht sein, dass sich 50 Gemeinden Konkurrenz machen." Sein Appell: "Wir müssen mit einer Stimme sprechen." Würden sich die Kommunen in Fichtelgebirge, Steinwald und Stiftland zusammentun, entstünde nach München und Nürnberg die drittgrößte Einheit.

Und die habe Gewicht, wenn es gelte, Forderungen durchzusetzen. Denn bedingt durch die kommunale Kleinteiligkeit sei es in der Vergangenheit versäumt worden, "zu versuchen, die regionale Wirtschaft mit der staatlich finanzierten Hochschul- und Forschungsinfrastruktur zu versorgen". Forschungseinrichtungen seien für die hiesige Industrie von enormer Bedeutung.

Matthias Popp: "Als Fichtelgebirgler können wir diesen Zustand ändern und auf demokratischem Weg Kreis- und Bezirksgrenzen so ändern, dass sie uns nützen."

Das Bayerische Fernsehen sendet am Montag, 23. Februar, um 20.15 Uhr in der Reihe "Jetzt mal ehrlich" den Beitrag "Die Heimatrebellen von Wunsiedel". Dreharbeiten gab es unter anderem auf der Kösseine. Dabei hat auch Professor Dr. Matthias Popp die Möglichkeit, seine Zukunftsvorstellungen erläutern.
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