Loblied auf das Ehrenamt

Lokales
Waldershof
12.01.2015
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Viele Themen sprach die Bürgermeisterin beim Neujahrsempfang an. Auch Probleme blieben nicht außen vor, beispielsweise bei der Besetzung der Feuerwehr.

In ihrer sehr umfangreichen Rede (wir berichteten) ging Friederike Sonnemann auch auf den Widerstand gegen die geplante Stromtrasse ein. Sie dankte ausdrücklich allen, die gegen diese "Monstertrasse" demonstrieren, die durch eines der schönsten Gebiete der Oberpfalz führen solle. "Waldershof sagt nein! Der ganze Steinwald sagt nein!" Man habe den Geist von Wackersdorf gegen diese falsche Energiepolitik gespürt.

Feste, so Sonnemann, standen im Blickpunkt des Monats Juli. Sie erinnerte an 50 Jahre Grundschule, das Schwimmbadfest mit mehr als 1000 Besuchern, an das Birkl-Fest des Fichtelgebirgsvereins und an den erstmaligen Aufstieg des SV Poppenreuth in die Bezirksliga. Überhaupt, die sportlichen Erfolge der Waldershofer Sportler könnten sich sehen lassen, und dies in allen Bereichen. Sie seien damit tolle Werbeträger der Stadt.

Ausdrückliches Lob zollte sie den acht Ortsfeuerwehren der Stadt, deren Einsätze und Aufgabenbereiche immer mehr zunehmen. Dabei laste die Hauptlast der aktiven Arbeit auf immer weniger Schultern. Es sei deshalb dringend nötig, neue Kräfte für die Feuerwehr zu gewinnen.

Das alte Rathaus, so die Bürgermeisterin, soll ein "Bürgertreff" werden. Das Ziel dabei sei, die Bürger zur Mitgestaltung des sozialen Lebens zu aktivieren. Unterstützung erhalte die Stadt dabei vom Förderprogramm "Soziale Stadt". In den Räumen des alten Rathauses werde auch der Leseclub Platz finden. Eine umfassende Lesekompetenz sei eine wesentliche Voraussetzung für die persönliche Entwicklung. Kommunikationsräume zu haben, sei ein Potenzial für die Kommunen. Betätigungsfelder zu erkennen und aktiv anzunehmen, sei wahrscheinlich noch wichtiger. Viele Bereiche des kulturellen, gesellschaftlichen und sozialen Lebens wären ohne das Engagement der vielen Ehrenamtlichen gar nicht mehr möglich.

Sonnemann sagte abschließend: "Und wir sollten dankbar sein. Dankbar für den Standard und die Sicherheit, die wir bei uns haben. Wir leben in einem Land mit bester Versorgung im Gesundheitswesen, mit höchstem Bildungsstandard, in einem Landstrich, der selten von Naturkatastrophen ereilt wird." Musikalisch umrahmten den Neujahrsempfang das Trio "Taktikum" plus Katharina Korf. Mit der Bayern- und Nationalhymne endete der erste Neujahrsempfang der neuen Bürgermeisterin, die nach dem offiziellen Teil zu "vielen interessanten Gesprächen" einlud.
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