Mit Eck geht es rund

Bürgermeisterin Friederike Sonnemann (Bild) strahlte angesichts der Fertigstellung des neuen Kreisverkehrs (im Hintergrund). Bild: jr
Lokales
Waldershof
20.10.2015
4
0

"Ich gratuliere Ihnen zum Kreisverkehr", sagte Staatssekretär Gerhard Eck bei der Verkehrsfreigabe und versprach: "Es ist dies der Einstieg in die Waldershofer Ortsumgehung, die zeitnah umgesetzt wird."

Rund 700 000 Euro hat der Kreisverkehr - Startpunkt der Waldershofer Ortsumgehung - gekostet. "Wir befinden uns hier an der Nahtstelle zwischen Waldershof und Marktredwitz, zwischen der Oberpfalz und Oberfranken", begrüßte Henner Wasmuth, Leiter des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach, am Montag die zahlreichen Gäste, unter ihnen Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch und Landtagsabgeordneter Tobias Reiß. Mit dabei auch Leitender Baudirektor Josef Kreitinger als Vertreter der Regierung der Oberpfalz und Werner Schönfelder (Chef der Polizeiinspektion Tirschenreuth). Wasmuth dankte für die bezirks- und landkreisübergreifende Zusammenarbeit. "Ich freue mich, dass die Bauarbeiten noch vor dem Wintereinbruch beendet wurden."

Staatssekretär Gerhard Eck aus dem Bayerischen Innenministerium sprach von einer beträchtlichen Investition und nannte den Kreisverkehr den ersten Baustein für die Realisierung der Ortsumfahrung. Eck wusste, dass täglich bis zu 11 000 Fahrzeuge durch Waldershof fahren. "Dies ist eine große Belastung für die Bürger. Deshalb war die Entscheidung zum Bau des Kreisverkehrs und der Ortsumgehung richtig." Erfreulich seien die unternehmerischen Aktivitäten (Cube und Scherdel) im Umfeld des Kreisverkehrs. "Hier gibt es viele Arbeitsplätze. Weitere entstehen."

Der Kreisverkehr verbessere den Verkehrsfluss. Zur Ortsumgehung wusste der Staatssekretär: Derzeit läuft die Planfeststellung. Im Rahmen dieses Verfahrens habe sich gezeigt, "dass noch einige Optimierungen vorgenommen werden müssen". Spätestens Ende dieses Jahres würden die Tekturunterlagen an die Regierung der Oberpfalz weitergegeben. "Anschließend wird das Planfeststellungsverfahren zügig fortgeführt und abgeschlossen, damit baldmöglichst Baurecht für die Ortsumgehung geschaffen wird." Bis Ende 2016 soll es so weit sein. "Und dann geht es mit Volldampf an die Realisierung der Ortsumgehung." Bürgermeisterin Friederike Sonnemann sagte: "Der neue Kreisverkehr macht aus verkehrstechnischer Sicht Sinn. Kreisverkehre sorgen für einen flüssigen Verkehr und sparen Energiekosten für eine Ampelanlage." Sie fuhr fort: "Wir von der Stadt Waldershof sind froh, dass der Kreisverkehr heute seiner Bestimmung übergeben wird." Kurz ging Sonnemann auf die Gestaltung des Kreisverkehrs ein. "Unsere Idee war es, die Bevölkerung bei der Gestaltung des Kreisverkehrs einzubinden." Am Ende hat der Stadtrat mehrheitlich entschieden und die Gestaltung aus Kostengründen dem Straßenbauamt übertragen. "Diese Entscheidung gilt es zu akzeptieren." Die Bürgermeisterin fügte hinzu: "Ich möchte mich an dieser Stelle für die entstandenen Meinungsverschiedenheiten und die Auseinandersetzungen entschuldigen. Meine Entschuldigung geht in Richtung Wettbewerbsteilnehmer und in die Richtung jener, die fleißig abgestimmt haben und in Richtung Stadtrat. Nicht alles ist hier optimal gelaufen, aber wir lernen daraus für die Zukunft." Auch künftig sollte die Bevölkerung eingebunden werden, wenn es um die Gestaltung des öffentlichen Raumes gehe. Die Glückwünsche des Landkreises überbrachte stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler. "Waldershof bekommt jetzt etwas Großstädtisches." Er sprach von einem gelungenen Einfahrtstor in die Kösseinestadt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.