Modern wohnen in guter Lage

Gut besucht war der Infoabend zum Thema "Bauen und Wohnen in Waldershof". Dabei kündigte Kewog-Geschäftsführer Bernd Büsching den Bau eines Wohnblocks mit sechs bis acht Eigentumswohnungen an. Bild: kro
Lokales
Waldershof
24.10.2014
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Diese Ankündigung überraschte: Die Kommunale Entwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft plant im wahrsten Sinne des Wortes Großes in Waldershof. Ein Haus mit bis zu acht Wohnungen soll nur der Anfang sein.

Bernd Büsching, Geschäftsführer der Kommunalen- Entwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft (Kewog), zog mit seinen Plänen am Donnerstagabend die Blicke auf sich. Lassen sie sich umsetzen, steht Waldershof ein Bauboom bevor.

Beim Informationsabend "Bauen und Wohnen in Waldershof", zu dem am Donnerstag die Stadt in die Aula der Jobst-vom-Brandt-Schule eingeladen hatte, kündigte Büsching ein großes Bauvorhaben an. Die Kewog prüfe aktuell, in Waldershof Eigentumswohnungen zu errichten: 25 bis 30 könnten in mehreren Etappen entstehen. Zunächst sei ein Wohnblock mit sechs bis acht Wohnungen geplant - natürlich unter dem Vorbehalt, dass Bedarf bestehe.

Waldershofs ehemaliger Bürgermeister Hubert Kellner, der auch im Aufsichtsrat der Kewog vertreten ist, bearbeite ihn schon seit Jahren, in der Kösseinestadt etwas zu tun, so Bernd Büsching.

Mit der amtierenden Bürgermeisterin Friederike Sonnemann habe er schon einige lose Gespräche geführt. "Aber ich merke, sie nimmt mich ein", bekannte der Kewog-Geschäftsführer salopp. Büsching weiter: "Ich werde Frau Sonnemann mit ins Marketing einspannen." Denn klar sei, die Wohnungen würden nur dann gebaut, wenn sie auch verkauft werden können.

Mieten ein Problem

Insgesamt habe die Kewog rund 1600 Wohnungen im Landkreis Tirschenreuth, darunter einige in Waldershof. Büsching weiter: "Es gibt dabei Top-Adressen, aber auch schwierige Standorte, vor allem im ländlichen Raum." Ein Problem seien die in der Region viel zu niedrigen Mieten. Mit 4,50 Euro pro Quadratmeter könne man kein Geschäft machen. Die Kewog werde deshalb auch so manche Wohnung vom Markt nehmen.

Von Bernd Büsching kam auch Kritik - unter anderem an der Städtebauförderung. Deshalb könne man beispielsweise in Tirschenreuth beim "Heimerl-Areal" nur 4,20 Euro Miete pro Quadratmeter verlangen. Ohne Städtebauförderung wären sieben bis acht Euro erreichbar.

Städte wie Tirschenreuth oder Waldershof seien gut, Mitterteich oder Waldsassen hingegen eher schlecht, wenn es um rentable Wohnungen gehe, fasste Büsching zusammen. Die Kewog verdiene derzeit nur Geld, weil sie in Ballungszentren wie Frankfurt Wohnungen baue und diese verkaufe. Zum Eigentumwohnungsmarkt in der Region merkte der Geschäftsführer an, dass dieser vor rund zwölf Jahren völlig eingebrochen sei. Anders dagegen in den Ballungszentren.

Dennoch: Ein mehrgeschossiges Haus mit Eigentumswohnungen könne in Waldershof funktionieren, zumal die Kewog hier in der Nähe des Senioren-Servicehauses noch ein Grundstück habe. Bernd Büsching hob hervor: "Wir stehen hier am Anfang eines interessanten Projekts." Man werde jetzt in die Planung, sprich in Vorleistung gehen. Waldershof sei dank der innovativen Unternehmen und des sehr breiten Mittelstands sehr gut aufgestellt. Damit sehe es gut aus, die Wohnungen verkaufen zu können. Büsching: "Die Wohnungen müssen verkauft werden. Vermieten geht hier nicht." Schließlich wolle die Kewog zumindest ein bisschen was verdienen. Wenn, dann entstehe der Wohnblock in mehreren Abschnitten. Büsching: "Wir sind experimentierfreudig, Waldershof ist interessant. Ich würde das nicht überall machen."

Erste Pläne im April

Auf Nachfrage informierte Büsching, dass bis zum April kommenden Jahres erste Pläne vorlägen, die dann dem Stadtrat präsentiert würden. Laufe alles optimal, könnten die Wohnungen Ende 2016 bezugsfertig sein.
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