Neubau neben alter Sporthalle

Sportreferent Willibald Reindl, CSU-Fraktionssprecher Mario Rabenbauer, Angela Burger und Altbürgermeister Hubert Kellner (von links) stellten am Montag das Sporthallenbau-Konzept von CSU und Wählerbund vor. Bild: jr
Lokales
Waldershof
02.02.2015
17
0

"Wir wollen ein Konzept mit Weitblick", sagte CSU-Ortsvorsitzender Mario Rabenbauer, als er am Montagnachmittag die Pläne von CSU/Wählerbund zur Errichtung einer Sporthalle vorstellte. Ziel sei ein Neubau beim bisherigen Standort - neben der bestehenden Schulturnhalle.

CSU und Wählerbund favorisieren zudem den Abriss der Grundschule. Der Unterricht solle übergangsweise im Hauptschulgebäude laufen. Die Ideen zum Neubau der Grundschule: ebenerdig und barrierefrei. Nach einem späteren Abriss des Hauptschulgebäudes könnten dort zentrumsnah Wohnhäuser entstehen.

Mario Rabenbauer machte klar, dass seine Fraktion die Planung für die neue Sporthalle unterstütze. Wichtig seien die Belange von Schule und Vereinen. Grundschule und Vereine müssten sich weiterentwickeln können. Eine Veranstaltungshalle sieht die CSU als nicht erforderlich an. Dafür sollte verstärkt das Pfarrheim genutzt werden. Das Jubiläumsjahr 2013 habe gezeigt, dass die bestehenden Gebäude ausreichen. Kritisiert haben die Christsozialen die Bestrebungen der politischen Gegner, den Standort der Schulsporthalle "still und leise" nach Süden zu verschieben. Um dort die Sporthalle zu errichten, müsse das bisherige Hauptschulgebäude für 160 000 Euro abgerissen werden. Das erscheint CSU und Wählerbund wenig sinnvoll. Vielmehr sollten nach dem Abriss der Hauptschule Bauplätze in attraktivster Lage möglich sein. "Der Platz dort ist bereits voll erschlossen und komplett im Besitz der Stadt", wusste der ehemalige Bürgermeister Hubert Kellner. Er und Rabenbauer erinnerten Bürgermeisterin Friederike Sonnemann an ihre Aussage, wonach immer mehr junge Familien nach Bauplätzen in Waldershof nachfragen. Die Suche könnte jetzt zentrumsnah bedient werden.

Außerdem verwiesen CSU und Wählerbund darauf, dass auf dem Dach der Hauptschule eine Bürger-Photovoltaikanlage installiert ist. Beim Abriss dieses Gebäudes komme es zu finanziellen Risiken, die im Haushaltsentwurf mit 20 000 Euro beziffert seien.

Abschließend betonten CSU- und Wählerbund-Stadträte, dass sie sich ausdrücklich für den Neubau einer Sporthalle einsetzen. Jedoch sollte sich die Stadtratsmehrheit nochmals ausgiebig mit dem Standort der Halle befassen. Sollte deren Plan verwirklicht werden und die Sporthalle auf dem Gelände der bisherigen Hauptschule entstehen, würden städtebauliche Chancen vertan. Rabenbauer bedauerte, dass bei einer Fraktionsvorsitzendenbesprechung der CSU-Vorschlag nicht weiter verfolgt worden sei. Jetzt sei die Bevölkerung gefordert, aktiv in die Diskussion einzugreifen.

Kellner pocht auf Beschluss

CSU und Wählerbund wollen den Sporthallenbau auf dem früher favorisierten Standort im oberen Bereich der bisherigen Sporthalle. Altbürgermeister Hubert Kellner pocht auf die Einhaltung eines damals gefassten einstimmigen Stadtratsbeschlusses. Dass Bürgermeisterin Friederike Sonnemann von dem Standort abweichen wolle, stoße auf den Widerstand der CSU. Denn es gelte im Sinne der Bürger zu handeln und eine vernünftige Lösung zu realisieren.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.