Neubau statt "Herumdoktern"

Nicht nur an der Wärmedämmung krankt es an der Jobst-vom-Brandt-Schule in Waldershof. Auch an den sanitären Anlagen muss dringend etwas getan werden. CSU und Wählerbund plädieren nun für einen Neubau. Bild: hd
Lokales
Waldershof
10.10.2014
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Die Waldershofer Jobst-vom-Brandt-Schule ist in die Jahre gekommen. Schon mehrfach hat der Stadtrat über Sanierungen diskutiert. CSU und Wählerbund gehen nun einen Schritt weiter und machen sich für einen Neubau stark.

"Unsere Kinder brauchen eine Schule, die den heutigen Standards in allen Belangen entspricht", erklärt Fraktionssprecher Mario Rabenbauer. Deshalb hatten CSU und Wählerbund bereits für die September-Sitzung einen Antrag formuliert: "Der Stadtrat der Stadt Waldershof möge beschließen: Für das Haushaltsjahr 2015 ff. sind die erforderlichen finanziellen Mittel zum Bau einer neuen Grundschule einzuplanen."

Bürgermeisterin Friederike Sonnemann habe den Antrag trotz fristgerechter Einreichung aber nicht auf die Tagesordnung gesetzt, bedauert Rabenbauer. "Auch erhielten die Antragssteller bislang keine Mitteilung, wann der Antrag im Stadtrat diskutiert werden soll." Der CSU-/WB-Fraktionssprecher betont weiter: "Wir als Stadt Waldershof müssen dieses Projekt angehen! Wir dürfen hier keine weitere Zeit verstreichen lassen." Die Jobst-vom-Brandt-Schule sei ein wichtiger Faktor für alle Familien am Ort, aber auch eine Entscheidungsgrundlage für Menschen, die Waldershof als Wohnort in Betracht ziehen wollen.

Das Grundschulgebäude sei 1963 in Betrieb genommen worden "und weist bis heute, von geringen Ausnahmen abgesehen, den gleichen baulichen und wärmedämm-technischen Stand von damals auf", begründet Mario Rabenbauer den Antrag. Punktuell habe es Reparaturen und Instandsetzungen gegeben, wie zuletzt eine teilweise Erneuerung der Fenster. "Nicht nur da machten wir aufmerksam, dass hier ausschließlich Symptome behandelt werden, die der Stadt Waldershof viel Geld kosten, aber an der Gesamtsituation nichts ändern." Ein schlüssiges Schulkonzept stehe noch immer aus, "weil der damit in Zusammenhang stehende Neubau einer Sporthalle" noch nicht verwirklicht sei. Lehrerin und Stadträtin Michaela Härtl (Freie Wähler) war es, die in der jüngsten Stadtratssitzung auf ein neuerliches Problem an der Grundschule hinwies: die sanitären Anlagen. Damit, so Rabenbauer, stelle sich erneut die Frage: wieder mal "herumdoktern" und viel Geld ausgeben für Symptome oder "einvernehmliches Klären und Entscheiden, was mit der Schule passieren soll, besser muss".

Nur mehr 108 Kinder

CSU und Wählerbund verlangen eine Kosten-Nutzen-Berechnung, "die sich erwartungsgemäß nur in Richtung eines Neubaus bewegen kann". Tatsache sei, dass das vorhandene Gebäude, in dem einst fast 300 Kinder unterrichtet wurden, auf den Raumbedarf der 60er und 70er Jahre ausgerichtet sei. Rabenbauer: "Heute sind es 108 Grundschulkinder mit immer noch fallender Tendenz. Wir haben den Status einer inaktiven Mittelschule."

Modern und zeitgemäß

Schon vor einigen Jahren habe Architekt Peter Hilgarth festgestellt, dass eine Generalsanierung und Ertüchtigung des aktuellen Grundschulgebäudes genauso viel koste wie ein Neubau. Mario Rabenbauer hält fest: "Die Frage eines modernen, zeitgemäßen Neubaus einer Grundschule, der nach objektiven Kriterien bezuschusst wird, ist drängender denn je." Eine neue Grundschule löse vielfältige Probleme, die die schul- und lernpädagogischen Anforderungen (Inklusion, Barrierefreiheit, Akustik, kooperatives Lernen, Werkstatträume) mit sich brächten.
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