Niederlage keine Katastrophe

Lokales
Waldershof
28.10.2014
1
0

Mario Rabenbauer, Vorsitzender der Waldershofer CSU, hat die schmerzliche Niederlage bei der Bürgermeister-Stichwahl und den Verlust der Stadtratsmehrheit akzeptiert. "Natürlich war es eine Niederlage, aber es ist keine Katastrophe."

Die CSU stelle nach wie vor die stärkste Fraktion im Stadtrat und trage damit weiterhin Verantwortung für die Stadt, zeigte sich Mario Rabenbauer kämpferisch.

Im Blickpunkt der Jahresversammlung am Sonntagabend im Gasthof "Grüner Baum" standen neben Rechenschaftsberichten auch Ehrungen verdienter Mitglieder (Bericht auf Seite 35). Die CSU bleibe bei allen wichtigen Themen rund um die Stadt am Ball, hob Rabenbauer hervor. Ein "heißes Thema" sei die "lebenswichtige Waldershofer Ortsumgehung", die wohl rund 17 Millionen Euro koste. Rückblickend auf die Kommunalwahlen stellte der Vorsitzende fest, dass trotz aller Bemühungen "letztendlich 82 Wähler den Unterschied ausmachten, so dass die CSU die Stichwahl verlor". Ein Untergang, wie manche sagten, sehe anders aus. Es sei eine Entscheidung des Wählers und die akzeptiere die CSU. Die Christsozialen würden sich keiner Diskussion verschließen. "Wir werden uns weiterhin in allen Belangen für das Wohl der Stadt einsetzen und auch so manchen Antrag im Stadtrat stellen. Das ist unser legitimes Werkzeug."

Offen für alle

Aktuell habe der CSU-Ortsverband 70 Mitglieder. Willkommen sei jeder - gleich ob Einheimischer, Zugereister oder Bürger mit Migrationshintergrund. Mario Rabenbauer versicherte: "Wir sind bei weitem kein verstaubter Haufen von Hinterzimmer-Diskutierern."

Hilmar Wollner berichtete aus dem Stadtrat. Wichtige und relevante Abstimmungen seien jeweils 8:9 gegen die CSU ausgegangen. Kritik übte Wollner an SPD und Freien Wählern, die über Jahre hinweg von der "unerträglichen" Macht der CSU und des Wählerbundes gesprochen hätten, nun jedoch diese selbst ausübten - ganz nach dem Motto: "Däi schwoarze Brout mou weg." Hilmar Wollner monierte in diesem Zusammenhang, dass CSU und Wählerbund ihre Mehrheit konsequenter hätten ausnützen sollen. Sie hätten nicht so lasch gegenüber SPD und Freien Wählern auftreten dürfen. Wollner nannte auch Beispiele. Er kritisierte zudem zweiten Bürgermeister Karl Busch von den Freien Wählern, der den Posten des dritten Bürgermeisters stets in Frage gestellt habe. Nun habe seine Partei dieses Amt für sich in Anspruch genommen. Wollner hatte den Eindruck, dass die Freien Wähler gerne das Zünglein an der Waage spielen wollen. Doch dies sei schon bei anderen Parteien schief gegangen.

Zur Stadtratsarbeit merkte Wollner noch an, dass wichtige Dinge bereits vom ehemaligen Bürgermeister Hubert Kellner und dem vor Mai amtierenden Stadtrat auf den Weg gebracht worden seien. Hilmar Wollner abschließend: "Es ist besser mit den richtigen Menschen durch den Regen zu laufen, als mit den Falschen in der Sonne zu liegen."

Ruhe um Kulturscheune

Nachfragen gab es aus den Reihen der CSU-Mitglieder zu Forderungen von Friederike Sonnemann, die sich für eine Bibliothek und eine Kulturscheune stark gemacht hatte. "Davon hört man jetzt nichts mehr."
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.