Ohne Arbeitsplätze geht nichts

Bürgermeisterin Friederike Sonnemann (links) warb leidenschaftlich für den ländlichen Raum. Sie war ganz in ihrem Element, als sie 30 Regensburger Schülerinnen die Stadt Waldershof vorstellte. Kernthema war der demografische Wandel. Rechts neben der Bürgermeisterin Lehrerin Veronika Betz, die aus Fuchsmühl stammt. Bild: jr
Lokales
Waldershof
19.06.2015
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Wie reagiert Waldershof auf den demografischen Wandel? Ist die Stadt fit für die Zukunft? Zwei von vielen Fragen wissbegieriger Schülerinnen. Antworten lieferte Bürgermeisterin Friederike Sonnemann.

30 Schülerinnen der 10c des St.-Marien-Gymnasiums aus Regensburg trafen im Rathaussaal auf eine gut vorbereitete Bürgermeisterin. Thema: der demografische Wandel im ländlichen Raum. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann zeichnete vor den jungen Damen ein optimistisches Bild der Stadt Waldershof. Sie zeigte sich überzeugt, für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein. Begleitet hat die Schülerinnen Lehrerin Veronika Betz, die in Fuchsmühl aufwuchs. Begonnen hatten die jungen Damen ihren Besuch beim Fahrradhersteller Cube. Schon dort erfuhren sie, dass sich Industrie gut in den ländlichen Raum einfügen kann. Anschließend ging es ins Rathaus, wo Bürgermeisterin Friederike Sonnemann auf die Gäste wartete. Sie stellte kurz die 4350 Einwohner zählende Stadt vor. Der demografische Wandel stelle die Kommunen im ländlichen Raum vor ganz besondere Herausforderungen, so Sonnemann. "Die Metropolen wirken oftmals wie Magneten auf die jungen Leute. "Dort sind Hochschulen, dort locken vermeintlich gute Jobs." Da setze Waldershof an. Denn gerade der ländliche Raum biete viele Vorzüge: Natur, Erholung, Gemeinschaft, weniger Anonymität, weniger Stress, niedrigere Lebenshaltungskosten. "All dies ist gerade für junge Familien attraktiv."

Um sich behaupten zu können, brauche es qualifizierte, moderne und gut bezahlte Arbeitsplätze sowie eine gute Infrastruktur. Sonnemann weiter: "Gute Arbeitsplätze entstehen vor allem dort, wo Unternehmen gute Bedingungen vorfinden. Wir in Waldershof arbeiten daran, uns als Wirtschaftsstandort fit zu machen, fit für die Zukunft."

Optimale Bedingungen

Das Augenmerk gelte einer dienstleistungsorientierten Verwaltung. "Wir wollen im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung den Unternehmen optimale Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen. Denn dann lohnt es sich für die Firmen erst Recht, bei uns zu investieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen." Die Bürgermeisterin fuhr fort: "Dann bleiben die jungen Menschen oder kommen zu uns. Denn viele wissen die Vorzüge des ländlichen Raumes zu schätzen."

Gerne stellte sich Sonnemann den Fragen der Schülerinnen. Die erfuhren dabei von den Standortvorteilen Waldershofs: Kindergärten, Kita-Plätze, flexible Ganztagsschule, aktive Vereine, freier Eintritt im Naturbad. Waldershof verfüge über ein neues Gewerbegebiet (Rosenthal-Areal). Weiterführende Schulen gebe es in Marktredwitz, Studienmöglichkeiten in Bayreuth, Weiden, Hof und Regensburg. Im weiteren Gespräch kündigte die Bürgermeisterin ein "Reparatur-Café" im Alten Rathaus an. Auch möchte Sonnemann die Gründung eines Jugend-Parlaments vorantreiben.

Das Treffen mit den Regensburger Schülerinnen fand in lockerer Atmosphäre statt. Die Zehntklässlerinnen hatten dafür sogar einen Kuchen gebacken.
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