Schulden schnellen ab 2016 hoch

Der Abbruch der maroden Gebäude (Bild) auf der Rosenthal-Brache soll baldmöglichst starten. Kosten dürfte dies rund 1,12 Millionen Euro. Die Revitalisierung des Geländes ist insgesamt mit über 2,2 Millionen Euro kalkuliert. Bei einem Fördersatz von 70 Prozent bleibt für die Stadt Waldershof ein Eigenanteil von 667 000 Euro. Im Haushalt 2015 sind Kosten von rund 1,1 Millionen Euro und Zuschüsse von 750 000 Euro berücksichtigt. Bild: hd
Lokales
Waldershof
29.01.2015
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Waldershof erwartet heuer 4,75 Millionen Euro Gewerbesteuer. Damit lässt sich arbeiten und gestalten. Möglich sind beträchtliche Investitionen bei der Wasserversorgung, vor allem aber bei der Sanierung der Rosenthal-Brache. Dabei kommt die Stadt in diesem Jahr ohne Kredite aus.

Die Mitglieder des Hauptverwaltungsausschusses bedachten Kämmerer Harald Fischer am Mittwochabend mit kräftigem Applaus für die hervorragende Aufbereitung des Zahlenmaterials. Über zwei Stunden lang arbeitete Fischer mit den Stadträten den Haushaltsentwurf durch, erläuterte die markantesten Punkte.

"Die Erwirtschaftung der ordentlichen Tilgung aus dem Verwaltungshaushalt ist 2015 aufgrund der guten Steuereinnahmen problemlos möglich", informierte Fischer in der Haushaltsvorberatung. Der entscheidende Saldo im Unterabschnitt "allgemeine Finanzwirtschaft, Steuern, Zuweisungen" weise Einnahmen von 7 467 700 Euro und Ausgaben von 3 700 200 Euro aus. "Somit stehen hier 3 767 500 Euro zur Finanzierung gemeindlicher Aufgaben zur Verfügung." Harald Fischer weiter: "Das sind 102 000 Euro weniger als nach den Vorjahresansätzen und ist einer mehr als 400 000 Euro höheren Kreisumlage geschuldet. Angesetzt hat sie Fischer in diesem Jahr mit 2,7 Millionen Euro. Fazit des Kämmerers: "Die Hälfte unserer Finanzkraft geht an den Landkreis."

Neue Schulden seien heuer nicht geplant. Nach einer Tilgung von 367 000 Euro soll die Gesamtverschuldung auf 4,6 Millionen Euro sinken, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1070 Euro entspricht. Die allgemeine Rücklage hat die Stadt bereits im Februar 2013 aufgelöst. Der Kämmerer rechnet aber damit, dass das Haushaltsjahr 2014 mit einem hohen Überschuss von rund 850 000 Euro abschließt, so dass sich eine Rücklage von 650 000 Euro ergebe, um den Haushalt 2015 auszugleichen. Bedingt durch den Bau einer Sporthalle sei 2016 wieder eine hohe Neuverschuldung vorgesehen (1,67 Millionen Euro). Der Schuldenstand steige dann unter Berücksichtigung einer Tilgung um 1,2 Millionen Euro auf 5,85 Millionen Euro. Harald Fischer erläuterte weiter: "Auch 2017 sieht die Finanzplanung derzeit eine erneute Kreditaufnahme von 628 000 Euro vor." Die Gesamtverschuldung erreiche dann 6,01 Millionen Euro. "Sie läge damit trotz der hohen Investitionen immer noch unter der früheren Höchstmarke von 6,5 Millionen Euro im Jahr 2002. Harald Fischer schloss den Punkt mit der Anmerkung: "Von einer weiteren Verschuldung sollte danach abgesehen werden, weil die zu erwirtschaftende Tilgung immer weiter steigt und so den Gestaltungsspielraum der Stadt einschränkt."

Resümee des Kämmerers: "Wie seit Jahren gilt für den Verwaltungshaushalt: Starke Steuereinnahmen, hauptsächlich aus der Gewerbesteuer und ein immer höherer Anteil aus der Einkommensteuer, treffen mit einer Kreisumlage auf hohem Niveau zusammen." Dennoch ergebe sich ein Finanzüberschuss, der es ermögliche, die Tilgungen zu erwirtschaften und eine freie Finanzspritze für Investitionen zu schaffen. "Wegen der Rekordeinnahmen wird das Jahr 2016 das schwierigste, weil dort zurückgehende Gewerbesteuer und steigende Kreisumlage zusammenfallen." Der Verwaltungshaushalt der Stadt Waldershof könne dennoch im gesamten Finanzplanungszeitraum als stabil und unproblematisch bezeichnet werden.
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