Stadt muss nun zwei Wasserleitungen austauschen - Mehrausgaben durch höhere ...
Teure Überraschung im Untergrund

Lokales
Waldershof
09.05.2015
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Die alten Rohre sind marode. Die Notwendigkeit eines Wasserleitungsneubaus Josefstadt bis Markt und Wolfersreuther Straße bis Im engen Gassel stand im Stadtrat außer Frage. Freilich summieren sich die Kosten durch eine "Überraschung" nun auf über 274 000 Euro.

Zweiter Bürgermeister Karl Busch dankte Wasserwart Toni Kaiser für seine gewissenhafte Arbeit. Kaiser hatte bereits im vergangenen Jahr darauf aufmerksam gemacht, dass die beiden alten Graugussleitungen (DN 125 und DN 200) von der Josefstadt entlang der Walbenreuther Straße bis zum Markt erneuerungsbedürftig seien.

Für die Planung des Haushalts 2015 ging man noch davon aus, dass allein die Auswechslung der DN-200-Leitung ausreichen würde. Für die Erneuerung dieser einen Leitung auf einer Länge von etwa 250 Metern wurden Haushaltsmittel von 125 000 Euro eingeplant. Doch bei den Detailuntersuchungen und Trassenprüfungen stellte sich heraus, dass beide Leitungen, die parallel nebeneinander verlaufen, erneuert werden müssen, berichtete Karl Busch. "Die DN-200-Verbindung von der Josefstadt bis zum Markt dient als Hauptversorgungsleitung und hat keine Hausanschlüsse. Die zweite Leitung von der Josefs-Kapelle bis zum Markt ist mit Anschlussleitungen bestückt und versorgt die angrenzenden Anwesen. In beiden Fällen handelt es sich um alte, sehr störanfällige Graugussleitungen."

Hauptstrang

Aus Gründen der Versorgungssicherheit genüge es nicht, die zwei alten Leitungen durch eine neue zu ersetzen. Denn dieser Strang versorge die ganze Stadt. Laut Wasserwart seien wieder zwei Leitungen nötig. Die Kosten: 234 559 Euro (netto). Zusätzlich sollte die alte Graugussleitung entlang der Walbenreuther Straße zwischen den Einmündungen Wolfersreuther Straße und im Im engen Gassel (rund 39 500 Euro) erneuert werden, empfahl Karl Busch. "Es ist wirtschaftlicher, die Maßnahmen gemeinsam in einem Zuge durchzuführen." Der zweite Bürgermeister wies noch darauf hin, dass die Mehrausgaben durch die positive Entwicklung der Gewerbesteuer abgedeckt seien.

Wirtschaftlicher

Mario Rabenbauer (CSU/Wählerbund) sprach von einer wichtigen Entscheidung für die Anlieger und die gesamte Wasserversorgung der Stadt. "Es ist wirtschaftlich, vernünftig und notwendig, die beiden Wasserleitungen zu verlegen." Gisela Kastner (Freie Wähler) ergänzte: "Wir müssen die alten Leitungen nach und nach austauschen. Wir dürfen nicht warten, bis die Wasserversorgung zusammenbricht." Angesichts der zahlreichen alten Wasserrohre meinte Gerhard Greger (SPD): "Da wird noch viel auf uns zukommen." Willibald Reindl (Wählerbund) hakte nach und hörte ein klares Ja von Geschäftsleiter Josef Kaiser auf die Frage: "Es ist schon richtig, dass sich die Kosten der Maßnahme auf die Wassergebühren auswirken?" Abschließend verwies zweiter Bürgermeister Karl Busch auf die erfolgte Verpflanzung der Bäume vom Erweiterungsbereich "Im obern Kirchsteig" hin zum Federacker. Weiterhin auf der Suche sei die Stadt nach Ausgleichsflächen (wie vom Naturschutz vorgeschrieben), auch wenn Angebote sogar aus Neustadt an der Waldnaab und Kronach eingegangen seien.
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