Stadt stellt weiteren Beschäftigten im Bauhof ein - CSU und Wählerbund warnen vor den Kosten
Eigene Kraft statt Zeitarbeiter

Lokales
Waldershof
20.12.2014
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Mit 9:8 Stimmen setzten Bürgermeisterin Friederike Sonnemann, Freie Wähler und SPD eine Personalaufstockung im Bauhof durch. Bislang hatte die Stadt auf Zeitarbeiter zurückgegriffen, um die Arbeit bewältigen zu können.

Geschäftsleiter Josef Kaiser informierte: "Die anfallenden Arbeiten rechtfertigen und erfordern die Einstellung." Der Bauhofleiter sei auf neun Vollzeitkräfte angewiesen. In den zurückliegenden vier Jahren seien immer neun Vollzeitkräfte beschäftigt gewesen. Der Stellenplan weise derzeit acht Leute aus. Eine Ermittlung des kommunalen Prüfungsverbands habe vor einigen Jahren sogar einen Bedarf von elf Arbeitern erbracht. Kaiser: "Die Arbeit ist seither sicher nicht weniger geworden." Ein Vergleich der reinen Personalkosten habe ergeben: Eigene Beschäftigte kommen nicht teurer als fremdes Personal. Widerspruch meldete Hubert Kellner für die CSU an. Eine Erhöhung auf neun Stammarbeiter falle komplett aus der Norm. Er befürchtete Dauerausgaben für die Stadt jährlich im sechsstelligen Bereich. "Der Wunsch und die Meinung des Bauhofvorarbeiters zu diesem Einstellungsthema sind aller Ehren wert und legitim, aber die Perspektiven der Stadt sind objektiv gesehen einfach anders." Kellner fragte: "Sind die Mehrarbeiten unbedingt mit Stammarbeitern zu leisten?" Und er schob nach: "Macht Outsourcing nur in der Wirtschaft Sinn oder auch bei uns in der Stadt?" Der CSU-Stadtrat wunderte sich auch, dass die Einstellung "auf die Schnelle abgenickt" werden solle. "Oder sind die Arbeitsverträge schon unterschrieben?" Auf die letzte Frage erhielt Kellner keine Antwort. Hier handle es sich um Vertragsangelegenheiten, sagte Bürgermeisterin Friederike Sonnemann. Und die dürften in öffentlicher Sitzung nicht diskutiert werden. "Die Aufstockung ist nachvollziehbar dargestellt. Deshalb Zustimmung", ergriff Gisela Kastner für die Freien Wähler das Wort. SPD-Fraktionssprecher Gerhard Greger: "Die Vergleichsberechnung zeigt, dass es günstiger ist, mit eigenem Personal zu arbeiten." Bürgermeisterin Friederike Sonnemann betonte: "Ich schätze es sehr, dass unser Personal so viel selbst machen kann." Auch im Kösseinebad solle künftig wieder ein eigener Bademeister vor Ort sein. Mario Rabenbauer (CSU) warnte vor den Kosten, "die wir uns draufschnallen".
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