Stolz auf Bayerns Beste

IHK-Hauptgeschäftsführerin Christi Degen (rechts) gratulierte den geprüften Fachwirten und Meistern. Bild: lpp
Lokales
Waldershof
08.10.2015
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172 junge Menschen stellten sich der Sommerprüfung beim IHK-Gremium Marktredwitz-Selb. Unter den Absolventen sind zwei Landesbeste: Vera Reichenberger aus Waldershof und Evelyn Trottmann aus Friedenfels.

In einer Feierstunde in der Fichtelgebirgshalle würdigte das IHK-Gremium die hervorragenden Leistungen bei Aus- und Weiterbildung. Dabei standen neben Vera Reichenberger (Industriekeramikerin Dekorationstechnik bei der Porzellanfabrik Schönwald) und Evelyn Trottmann (Stoffprüferin bei Heck Wall Systems in Marktredwitz) weitere Absolventen mit Top-Leistungen im Blickpunkt. IHK-Vizepräsidentin Dr. Laura Krainz-Leupoldt wies dabei auf den Fachkräftemangel in Oberfranken hin. Dennoch ermahnte sie die Absolventen zu lebenslangem Lernen. Sie seien die Führungskräfte der Zukunft. Als Prüfungsbeste (Weiterbildung) ehrte die IHK Markus Pöhlmann (geprüfter Wirtschaftsfachwirt), Ralf Wölfel (geprüfter Industriemeister, Fachrichtung Metall) und die Meisterpreisträgerin Katrin Wolf (geprüfte Bilanzbuchhalterin). Christi Degen, Hauptgeschäftsführerin der IHK Oberfranken, meinte die berufliche Aus- und Weiterbildung sei mit dem Bachelorabschluss gleichzustellen. Sie hob auch die Vorteile des dualen Studiums hervor. Die Hauptgeschäftsführerin beglückwünschte die erfolgreichen Weiterbildungsabsolventen Janet Bergner-Süß, Simone Gruner, Matthias Hecht, Björn Kastl, René Latton, Martin Schöner, Alexander Wandel und Yunus Yilmaz. Sie sind nun geprüfte Handelsfachwirte, Wirtschaftsfachwirte und Industriemeister.

Eine Chance

Degen ging auch auf die Flüchtlingsströme ein. Bereits jetzt befänden sich 20 Flüchtlinge in Oberfranken in Ausbildung. Natürlich seien hier Begleitmaßnahmen nötig, so Degen. Der Zustrom stelle eine Herausforderung, nicht nur für die Politik, sondern auch für die Wirtschaft dar und sei aber auch eine Chance für den Ausbildungsmarkt. 45 Unternehmen hätten bereits Praktikums- und Ausbildungsplätze angeboten.

"Ihre Investition in Wissen bringt die beste Verzinsung", würdigte stellvertretender Landrat Roland Schöffel das Bestreben der Absolventen sich weiterzubilden. Er riet den jungen Leuten, auch im Ausland Erfahrungen zu sammeln und mit Neugierde zurück in die Region zu kommen. Bei der Feier wurden die Auszubildenden besonders geehrt, die mit Bestnoten abschlossen: Dies waren Sandra Buhr, Julian Fleischmann, Lena Friedrich, Melanie Fürbringer, Thomas Höcht, Stefan Kapp, Christian Krau, Manuela Küspert und Lucien Oppler sowie Laura Pöllath, Vera Reichenberger, Dominik Reiner, Daniela Schoberth-Specht, Konstantin Schreyer, Lucas Schreyer, Evelyn Trottmann und Christina Wolf. Werner Gebhardt, Vorstandsmitglied des IHK-Gremiums, bezeichnete das duale Ausbildungssystem als unschlagbar. Diese Art der Ausbildung stärke die gesamte Wirtschaftsregion. Gebhardt wusste, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Oberfranken bei lediglich 4,4 Prozent liege. Der EU-Durchschnitt: rund 20 Prozent. Werner Gebhardt sah im Zustrom von Flüchtlingen eine Chance für die Region. Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg habe man die Flüchtlingsproblematik "gestemmt". "Warum soll das nicht noch einmal möglich sein?"
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