Turnhallenbau startet im Frühjahr

Ausgezeichnet besucht war die Bürgerversammlung der Stadt Waldershof in der Aula der Jobst-vom-Brandt-Schule. Statt Stuhlreihen waren Bierzeltgarnituren aufgestellt. Bild: kro
Lokales
Waldershof
29.11.2015
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"Gute Politik macht man gemeinsam", betonte Bürgermeisterin Friederike Sonnemann in der bestens besuchten Bürgerversammlung. Wieder einmal überraschte sie dabei mit einer neuen Idee: Die Gäste durften an Bierzeltgarnituren Platz nehmen.

Die gut gelaunte Bürgermeisterin sagte: "Bürgerservice hat bei uns oberste Priorität." Die Stadt stehe für Bürgernähe und Transparenz. Deshalb habe es auch erstmals sechs Ortsteilversammlungen gegeben, die ausgezeichnet besucht gewesen seien. Dabei habe es tolle Diskussionen und Anregungen gegeben.

Zu Beginn der kurzweiligen, mehr als zweistündigen Bürgerversammlung gab die Bürgermeisterin einen Rückblick - bereichert durch Bilder und Zeitungsausschnitte. Sie erinnerte unter anderem an das Unternehmer-Forum, den Neubürgerempfang, den Abbruch des Rosenthal-Areals, die Priesterweihe von Johannes Kappauf, den Abriss der ehemaligen Hauptschule, die Amtseinführung von Pfarrer Bernd Philipp, die Eröffnung des Kreisverkehrs und die Bayern-3-Klickaktion. Sonnemann warb dafür, die Stadtratssitzungen zu besuchen und sich vor Ort zu informieren. Eine weitere Gelegenheit seien die Bürgermeistersprechstunden, die sie anbiete. Sonnemann: "Man kann auch ohne Anmeldung kommen." Waldershof, so die Bürgermeisterin, wolle eine moderne Stadt sein. Deshalb werde alles versucht, die Stadt attraktiv zu machen. Dazu gehöre auch die Erneuerung der Homepage, was gut gelungen sei. Alleine zehn verschiedene Anträge könnten übers Internet ausgefüllt werden. Nur wenn die Infrastruktur passe, und dies in allen Bereichen, sei Waldershof interessant - auch für neue Unternehmen.

Vorbildlich

Kindern und Jugendlichen müsse Gelegenheit gegeben werden, dass sie sich einbringen. Deshalb das neue Jugendparlament (wir berichteten). Sonnemann: "Unsere Kinder und Jugend sind doch unsere Zukunft." Erfreulich sei, dass die Schule auf dem richtigen Weg sei. Dies habe zur Folge, dass sogar Kinder anderer Gemeinden die Waldershofer Schule besuchen wollen. Zur neuen Turnhalle wusste die Bürgermeisterin, dass aktuell die Ausschreibungen liefen. Im Frühjahr soll Baubeginn sein, abschließend eine weitere Solaranlage installiert werden. Eine deutliche Aufwertung der Stadt sah Friederike Sonnemann durch die Sanierung des Stadtparks, "der sieht nun klasse aus". Im Frühjahr sollen die Arbeiten weitergehen. An Zielen nannte die Bürgermeisterin einen forcierten Breitbandausbau, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED und ein barrierefreies Waldershof.

Das Interesse am ehemaligen Rosenthal-Areal sei enorm. Insgesamt habe die Stadt 67 Kilometer Straßen zu betreuen, eine große Herausforderung. Mittels eines Straßenkatasters soll künftig eine objektive Beurteilung erfolgen, welche Straßen am dringendsten zu sanieren sind. Letztendlich entscheide der Stadtrat. Stadtplaner Peter Kuchenreuther ging auf die Entwicklungen im Ortskern ein. Waldershof erlebe mit dem Abriss des Rosenthal-Areals, dem Bau des Kreisverkehrs und dem anschließenden Bau der Ortsumgehung einen großen Wandel. Bei der Neugestaltung des Marktes setzt der Planer auf eine Beteiligung der Bürger. An der "Kreativwerkstatt Innenstadt" sollen 10 bis 15 Interessierte mitwirken. 2017 soll die Planungsphase beginnen, 2018 die Umsetzung. Der Architekt verwies auch auf Fassadenprogramm und Einzelsanierungen von Häusern. Kuchenreuther: "Eine Sanierung der Innenstadthäuser muss interessanter sein als ein Neubau auf der grünen Wiese."
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