Waldershof bekommt Bürgertreff im Alten Rathaus - Platz und Ideen für Jung und Alt
Gemeinsam Neues probieren und schaffen

Lokales
Waldershof
30.10.2014
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"Die Lage ist ideal", freute sich nicht nur Gisela Kastner (Freie Wähler). Im Alten Rathaus - mitten im Markt und damit für alle Altersschichten gut erreichbar - soll ein Bürgertreff entstehen. Der gesamte Stadtrat stellte sich am Dienstag hinter das Projekt. Zuschüsse gibt es über das Förderprogramm "Soziale Stadt".

Nachdem im Erdgeschoss Räume frei werden, die bislang ein Fotostudio nutzte, "wollen wir dort einen Bürgertreff einrichten", kündigte Bürgermeisterin Friederike Sonnemann an. Hier eröffne ein Quartierbüro mit einem Ansprechpartner ("Soziale Stadt"). Auch werde Platz für den Bürgerbeirat geschaffen. Sonnemann sprach von einem Plus an Bürgerfreundlichkeit. Die Einrichtungskosten (Möbel, Lampen, Bücherregal, Teppich) bezifferte die Bürgermeisterin mit 12 000 Euro. Dafür, aber auch für die Betriebskosten (Heizung, Strom, Wasser, Reinigung, Telefon/Internet) erhält Waldershof eine Förderung von 60 Prozent, berichtete Sonja Kaatz, Koordinatorin "Soziale Stadt".

Beratung und Hilfe

Kaatz erläuterte: Ziel der "Sozialen Stadt" ist neben der Modernisierung und Instandsetzung von Gebäuden und der Umgestaltung von Straßen, Plätzen und Anlagen "die Aktivierung der Bürger zur Mitgestaltung des sozialen Lebens in Waldershof". Das Quartierbüro im Bürgertreff biete Beratung und Hilfe bei Sanierungsmaßnahmen, manage das Leerstandsprogramm und koordiniere Initiativen. Der Bürgertreff biete Raum für Vorträge zu unterschiedlichsten Themen ("da können Bürger ihr Wissen weitergeben"). Er solle Angebote für alle Altersschichten bringen. Sonja Kaatz regte Tauschbörsen an und hoffte, "dass sich hier Netze bilden, um sich gegenseitig zu helfen". Ziel sei, "dass die Räume die ganze Woche über genutzt werden".

Friederike Sonnemann lobte in der Aussprache die Vorbildfunktion der Kolpingsfamilie, die mit dem "Café Miteinand" schon seit geraumer Zeit Leben ins Alte Rathaus bringe. Den Bürgertreff bezeichnete sie als Ergänzung dazu, keinesfalls als Konkurrenz. Mario Rabenbauer, Sprecher der CSU-Fraktion, begrüßte die Initiative zum Bürgertreff. Die Möglichkeit, darin einen offenen Jugendtreff zu schaffen, nannte er einen interessanten Aspekt. Der angedachte Treffpunkt für Vereine dürfe sich nicht zu einer Konkurrenz für Wirtshäuser entwickeln.

Möbel aus der Schule

Gisela Kastner (Freie Wähler) sah den kommunikativen und solidarischen Aspekt der Ziele der "Sozialen Stadt" verwirklicht. Gerhard Greger (SPD) gefiel die beachtliche Förderung und sagte: "Man muss mal was Neues probieren." Fraktionskollege Christian Fritsch riet Kosten zu sparen und bei der Ausstattung des Bürgertreffs auf in der Schule nicht mehr benötigtes Mobiliar zurückzugreifen. "Es muss doch nicht alles neu angeschafft werden."
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