Wegelöcher stopfen

Wege in diesem Zustand haben im Kernwegenetz der Steinwald-Allianz die Priorität eins. Bild: njn
Lokales
Waldershof
04.11.2015
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Für Landwirte wird es immer schwieriger, mit ihren großen Gefährten ihre landwirtschaftlichen Flächen zu erschließen. Bei einer Sitzung der Steinwald-Allianz stellte der Bayerische Bauernverband (BBV) einen Lösungsansatz vor.

Nun ist sie da: die lange ausgearbeitete Kernwegenetz-Karte für die Region der Steinwald-Allianz. Die BBV-Landsiedlung präsentierte die Maßnahmen-Karte zur Wegesanierung bei der Sitzung der Steinwald-Allianz in der Zoiglstube "Schwarzer Ritter" in Waldershof. Die Baumaßnahmen werden vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz mit den derzeit besten Fördersätzen bezuschusst.

Kein Stopp an Grenzen

Der aus München angereiste Albert Meister vom beauftragten Büro der BBV-Landsiedlung hatte für die Bürgermeister der Mitgliedskommunen nach monatelanger Ausarbeitung den Plan des Kernwegenetzes im Gepäck und erläuterte das weitere Vorgehen. "Da Traktoren und Feldmaschinen immer größer und breiter werden und enge Wege den Landwirten die Erschließung ihrer landwirtschaftlichen Flächen erschweren, müssen die befahrbaren Wege unterhalb von Gemeindeverbindungsstraßen ausgebaut werden", sagte Meister. Im Gegensatz zu früher enden die Arbeiten beim Kernwegenetz allerdings nicht an den Gemeindegrenzen. Sie ziehen sich stattdessen wie ein Netz durch das gesamte Steinwald-Allianz-Gebiet.

Meister erklärte, dass von rund 129 Kilometern im Kernwegenetz zunächst 65 Kilometer für den Schwerlastverkehr in der Landwirtschaft saniert werden sollen. "Natürlich können nicht alle Wege auf einmal ausgebaut werden", schränkte er ein. Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, in der Sitzung vertreten durch Bauoberrätin Huberta Bock, sieht vor, das Gebiet der Steinwald-Allianz deshalb in vier Verfahren zu unterteilen.

Flächen gesichert

Die Gemeinden haben nun bis Mitte November die Aufgabe, die Karte ein letztes Mal zu sichten und Änderungen anzumelden. In weiteren Sitzungen werden die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden besprechen, wer mit den Maßnahmen beginnt. Voraussetzung ist, dass die nötigen Flächen und der Eigenanteil gesichert sind. Neben der Besprechung des Kernwegenetzes legten die Bürgermeister außerdem fest, dass die Steinwald-Allianz einen Verlängerungsantrag für die Öko-Modellregion beim Bayerischen Landwirtschaftsministerium einreichen wird, so dass diese für weitere drei Jahre unterstützt werden kann.
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