Wertvolle Tipps unter Kollegen

Fachkundige Infos gaben (von links) der Waldershofer Bauhofleiter Richard König, Bauhofmitarbeiter Johannes Hüttner und Kreisgartenfachberaterin Manuela Pappenberger. Bild: jr
Lokales
Waldershof
14.10.2015
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Fest in Männerhand war am Dienstagvormittag der Sitzungssaal im Waldershofer Rathaus. Bauhofleiter aus den Städten und Gemeinden im Landkreis trafen sich zum Erfahrungsaustausch. In der Männerrunde mit am Tisch saß Bürgermeisterin Friederike Sonnemann.

"Zu Bürgermeistertreffen kamen früher auch ausschließlich Männer. Jetzt bin ich dort die erste Frau. Vielleicht gibt es Ähnliches auch einmal bei den Bauhofleitern", begrüßte Friederike Sonnemann 16 Bauhofleiter. Das Treffen der Bauhofleiter fand in unkomplizierter, kameradschaftlicher Atmosphäre statt.

Bürgermeisterin Sonnemann betonte: "Ziel muss es sein, die Bauhöfe der 26 Landkreiskommunen noch besser zu vernetzen." Die Aufgaben des Bauhofs Waldershof (acht Mitarbeiter, zwei davon sind für die Wasserversorgung zuständig) stellte dessen Leiter Richard König vor. Zur Verfügung stehen sieben Fahrzeuge. "Wir betreuen 68 Kilometer Straßennetz und kümmern uns um zehn Spielplätze im Stadtgebiet." Weiteres Aufgabengebiet des Bauhofs ist die Wartung und Reinigung der Regenüberlaufbecken und Pumpwerke. Dazu kommen noch 22 Kilometer Kanalnetz. Regelmäßig müssen 1600 Sinkkästen geleert werden. Die Wasserwarte sind für fast 90 Kilometer Wasserleitung, zwei Hochbehälter, Tausende Schieber, Schieberschächte und Druckerhöhungsanlagen zuständig. Der Winterdienst der Stadt Waldershof ist in neun Streubezirke aufgeteilt. Zum Einsatz kommen drei Streufahrzeuge. Geräumt wird in drei verschiedenen Dringlichkeitsstufen. Vor Einbruch des Winters müssen rund 2700 Schneezeichen gesteckt werden. Die Grünflächenpflege erstreckt sich auf etwa 65 000 Quadratmeter. Rund 700 Meter Hecken sind regelmäßig zu schneiden. In eigener Regie erledigt der Bauhof den Baumschnitt; hinzu kommt die Baumkontrolle.

Im Anschluss referierte Kreisgartenfachberaterin Manuela Pappenberger über Grünanlagenpflege und gab dabei Tipps zum richtigen Baum- und Streuobstschnitt. Während Bäume in der freien Natur keine Pflege benötigten, müssten Bäume im Siedlungsbereich regelmäßig gepflegt werden. Manuela Pappenberger machte deutlich, dass Bäume in Siedlungsbereichen erschwerte Lebensbedingungen haben. "Die Bäume sollen die vielfältigen und dabei oft miteinander konkurrierenden Funktionen im Lebensumfeld des Menschen erfüllen und gleichzeitig in einer für sie meist lebensfeindlichen Umgebung zurechtkommen."

Außerdem referierten am Dienstag Bauhofmitarbeiter Johannes Hüttner über fachgemäße Baumkontrolle sowie Bernhard Zintl (Berufsgenossenschaft) zum Thema Gefährdungsbeurteilung. Das Bauhofleitertreffen endete mit einer gemeinsamen Brotzeit.
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